Traditionslauf in Berlin
Neuer deutscher Rekord beim Halbmarathon?
Aktualisiert am 28.03.2026 – 15:25 UhrLesedauer: 3 Min.
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Am Sonntag gehört die Hauptstadt den Läuferinnen und Läufern, denn der Berliner Halbmarathon findet wieder statt. Auch 2026 werden die Bestmarken wieder attackiert werden – und könnten fallen.
Frühjahrstradition in Berlin: Im Frühling wird gelaufen. Seit Jahren schon. Und wie. 21,0975 Kilometer durch die komplette Innenstadt, auch an diesem 29. März 2026. Insgesamt mehr als 43.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind für den Berliner Halbmarathon 2026 gemeldet, die Teilnehmerzahl steigt seit Jahren stetig.
Es ist die insgesamt 45. Ausgabe des Laufs, der in seiner jetzigen Form seit 1990 ausgetragen wird, aber unter anderem aus dem 1981 ins Leben gerufenen Ost-Berliner Friedenslauf hervorgegangen ist. Ein Lauf über die Straße des 17. Juni, über den Kurfürstendamm und Potsdamer Platz Richtung Schloss Charlottenburg – bis zum feierlichen Zieleinlauf am Brandenburger Tor. Der Halbmarathon gehört zum Terminplan tausender Läuferinnen und Läufer. Um 9:15 Uhr beginnen die Skater, die Rollstuhlfahrer und Handbiker um 9:55 Uhr, ab 10:05 Uhr steigen die Leichtathletinnen und -athleten ein. Das Rennen wird am Sonntag ab 9.45 Uhr auf dem Youtube-Kanal von SCC Events übertragen.
Im Fokus des Männerrennens steht aus deutscher Sicht Amanal Petros. Der deutsche Rekordhalter hatte erst im vergangenen Jahr in Berlin Geschichte geschrieben: Mit 59:31 Minuten blieb er als erster Deutscher überhaupt unter der Stundenmarke und wurde Dritter. Bricht er die Bestmarke dieses Jahr erneut – und holt sich sogar den Sieg? Der bislang letzte deutsche Erfolg im Männerrennen liegt lange zurück: 1993 gewann Carsten Eich aus Leipzig.
„Wir freuen uns sehr, dass mit Amanal Petros ein deutscher Läufer am Start steht, der das Potenzial besitzt, ganz vorne mitzumischen und sind gespannt“, sagt Race Director Mark Milde. Neben Petros stehen vier weitere deutsche Läufer aus der Spitze am 29. März an der Startlinie: Johannes Motschmann (Marathon Team Berlin), Hendrik Pfeiffer (Düsseldorf Athletics) wollen alle ihre Zeiten verbessern. Dazu startet Nils Voigt, Sebastian Hendel und Simon Boch haben ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt.
Mit sieben deutschen Top-Läuferinnen bekommt das Rennen zudem den Charakter einer inoffiziellen deutschen Meisterschaft. Bekanntester Name ist Gesa Krause, zweimalige Europameisterin über 3.000 Meter Hindernis. Esther Pfeiffer (Düsseldorf Athletics) jedoch ist mit 67:28 Minuten die schnellste der deutschen Läuferinnen. Auch Eva Dieterich und Domenika Mayer ((LG Telis Finanz Regensburg) ist ebenfalls viel zuzutrauen. Komplettiert wird das Feld der deutschen Favoritinnen von Deborah und Rabea Schöneborn vom Marathon Team Berlin.








