„Wenn wir ehrlich sind“
Joshua Kimmich wird in Rüdiger-Debatte deutlich
24.03.2026 – 15:05 UhrLesedauer: 2 Min.
Joshua Kimmich weicht der Frage nach der Rolle von Antonio Rüdiger aus. Viel mehr stellt er sich grundsätzlich vor den Abwehrspieler.
Joshua Kimmich hat kein Verständnis dafür, dass Antonio Rüdiger die Rolle des Abwehrchefs bei der deutschen Nationalmannschaft verloren haben soll. „Ich habe das Gefühl, wir vergessen in Deutschland, was Toni die vergangenen drei, vier Jahre abgeliefert hat“, sagte er auf einer Pressekonferenz des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) am Dienstagmittag.
Rüdiger sei bei Real Madrid unumstrittener Stammspieler und würde jedes Jahr mindestens im Champions-League-Viertelfinale oder sogar Halbfinale stehen. „Davon haben wir nicht viele Spieler, wenn wir mal ganz ehrlich sein sollen“, führte er weiter aus. Was die Rolle im DFB-Team angeht, sei es laut Kimmich eher eine Frage für Bundestrainer Julian Nagelsmann.
Mit Blick auf mögliche K.-o.-Spiele sei Rüdiger ein Spieler, auf den man sich immer verlassen kann, „ohne, dass du als Mitspieler Bauchschmerzen hast.“ Er hätte schon „sehr, sehr oft“ unter Beweis gestellt, dass er auf allerhöchstem Niveau Top-Leistungen bringen könne. „Das ist für eine Mannschaft extrem wichtig, solche Spieler zu haben.“
Aufgrund von Verletzungen absolvierte der 33-Jährige sein letztes Länderspiel im September 2025. Im internen Ranking des DFB-Teams haben sich Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck in der Innenverteidigung etabliert.
Grundsätzlich stellte Kimmich noch einmal das Teamgefüge heraus. „Es ist nicht wichtig, den besten Kader der Welt zu haben – sondern das beste Team der Welt.“ Der DFB-Kapitän forderte, dass sich diesem Motto „jeder unterordnen und alles für das Team in die Waagschale werfen“ müsse. „Auch der beste Kader der Welt hat keine Garantie, Titel zu gewinnen“, sagte er und erinnerte an die WM 2018. „Da hatten wir mit den besten Kader und wissen alle, wohin es uns geführt hat.“ Zum erstmaligen Vorrunden-Aus.











