22 Tonnen schwer
Bauarbeiter entdecken Relikt aus der Eiszeit mitten in der Stadt
21.03.2026 – 14:43 UhrLesedauer: 2 Min.
Auf einer Baustelle in Hamburg-Bramfeld stoßen Arbeiter auf einen riesigen Findling. Der Stein ist Millionen Jahre alt – und soll nun ein neues Zuhause in der Stadt bekommen.
Auf der U5-Baustelle in Hamburg-Bramfeld haben Bauarbeiter eine überraschende Entdeckung gemacht: In rund sieben Metern Tiefe stießen sie auf einen riesigen Findling. Der Granitstein wiegt etwa 22 Tonnen und ist mehrere Millionen Jahre alt. Nach Angaben des Geologischen Landesamts wurde er während der Saale-Eiszeit vor rund 200.000 Jahren nach Hamburg transportiert.
Der Fund gilt als außergewöhnlich: Es handelt sich um den viertgrößten bekannten Findling in Hamburg. „Ein Findling wie dieser ist auch für ein Großbauprojekt wie die U5 eine absolute Besonderheit“, sagte Projektleiter Patrick Kunath. Die Baggerschaufel habe den Stein bei den Aushubarbeiten entdeckt.
Um den Koloss aus der Baugrube zu heben, kam ein mobiler Spezialkran zum Einsatz. Der Stein wurde geborgen und zunächst auf dem Baustellengelände zwischengelagert.
Umweltsenatorin Katharina Fegebank sprach von einer „echten Sensation“. Einen so großen Fund habe es in Hamburg seit rund 25 Jahren nicht mehr gegeben. Der Stein wiege etwa so viel wie ein ausgewachsener Buckelwal und reiht sich damit in die Gruppe der größten Findlinge der Stadt ein.
Nun wird geprüft, wo der Stein künftig ausgestellt werden kann. Er soll als Naturdenkmal erhalten bleiben. Auch ein Name wird noch gesucht – Vorschläge sollen über soziale Netzwerke gesammelt werden.
Auch im Bezirk Wandsbek sieht man Potenzial: Der Findling könne zu einem neuen Wahrzeichen für Bramfeld werden, erklärte Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff.
Die Bauarbeiten für die neue U5-Haltestelle gehen unterdessen weiter. Die Linie soll Bramfeld künftig in rund 20 Minuten mit der Innenstadt verbinden – geplant ist die Fertigstellung im Jahr 2033.










