Nicht mehr sicher
Letztes deutsches Gletscher-Skigebiet schließt endgültig
20.03.2026 – 11:39 UhrLesedauer: 2 Min.
Weil sich das Eis an Deutschlands höchstem Berg massiv zurückzieht, sind die Piste und der Ausstieg aus einem Schlepplift inzwischen extrem steil. Die Fahrt ist nicht mehr sicher.
Ab dem heutigen Freitag wird der letzte Lift auf einem deutschen Gletscher abgebaut. Auf der Zugspitze beginnt die Bayerische Zugspitzbahn mit dem Rückbau des Schneefernerkopflifts am Nördlichen Schneeferner. Der Schritt wird nötig, weil durch die fortschreitende Gletscherschmelze kein Wintersportbetrieb mehr möglich ist.
Durch den massiven Eisverlust hat sich das Gelände in den vergangenen Jahren stark verändert: Der Hang ist deutlich steiler geworden, insbesondere im Ausstiegsbereich des Schlepplifts, erklärt die Zugspitzbahn. „Ein sicherer Betrieb ist aus technischer Sicht deshalb nicht mehr möglich.“ Zwar hatte der Betreiber lange gehofft, den Lift mithilfe schneereicher Winter weiter nutzen zu können, doch zuletzt lief die Anlage nur noch in der Saison 2023/2024.
Der Rückbau des Schneefernerkopflifts erfolgt in mehreren Etappen. Zunächst werden die unter Spannung stehenden Halteseile von der Bergstation aus kontrolliert mit einer Schneidladung durchtrennt. Dabei handelt es sich um einen Sprengsatz, der dicke Metallteile, Stahlträger oder Beton präzise kappen kann. Anschließend wird die Anlage Stück für Stück abgebaut. Die einzelnen Teile werden zum Sonnalpin transportiert, dort zerlegt und schließlich per Zahnradbahn ins Tal gebracht und entsorgt, heißt es von der Zugspitzbahn.
Die Arbeiten werden sich den Angaben nach über mehrere Wochen erstrecken. Für Besucher hat der Abbau zunächst keine Auswirkungen: Die übrigen Lifte, Pisten und Angebote am Zugspitzplatt bleiben geöffnet, heißt es.










