Gesunde Menschen können die Sportarten ausüben, die ihnen Freude machen und müssen sich nicht einschränken. Sportarten, bei denen der Unterleib nicht zu stark belastet wird, sind vor allem Personen zu empfehlen, die bereits Beschwerden in der Analregion haben oder bei denen mehrere Risikofaktoren zusammenkommen, etwa Übergewicht, schwaches Bindegewebe, langes Sitzen, chronische Verstopfung sowie Schwangerschaften und Geburten.
Wer bereits Risikofaktoren für ein Hämorrhoidalleiden mitbringt oder vergrößerte Hämorrhoiden hat, kann den Po-Bereich entlasten, indem er kritische Sportarten meidet oder zumindest deren Intensität an die vorhandenen Beschwerden anpasst.
„Bei Sportarten, bei denen ein erhöhter Druck auf die Analregion besteht, lässt sich mit einer guten Technik die Belastung meist deutlich reduzieren. Hier ist die Begleitung und Beratung vonseiten des Trainers wertvoll“, sagt Froböse. „Ergänzend zum Sport sollten weitere vorbeugende Maßnahmen einbezogen werden, darunter eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eine verbesserte Ballaststoffzufuhr, um Verstopfung entgegenzuwirken.“
Belastend – auch beim Sport – werden Hämorrhoiden vor allem im fortgeschrittenen Stadium. Dann ist in jedem Fall eine ärztliche Behandlung empfehlenswert, um die Lebensqualität wieder zu verbessern. Denn: Vergrößerte Hämorrhoiden bilden sich nicht von selbst zurück.
Mediziner unterscheiden vier Schweregrade:
Erstes Warnzeichen für Hämorrhoiden sind meist schmerzlose, hellrote Blutungen – entweder auf dem Toilettenpapier oder der Unterhose. Durch starkes Pressen auf der Toilette, harten Stuhl, aber auch bei intensiver Belastung beim Sport, etwa Kniebeugen mit Gewichten, kann es passieren, dass die gedehnten Gefäße einreißen.
„Blutungen sollten immer ärztlich abgeklärt werden, da auch ernstere Ursachen hinter dem Symptom stecken können. Der behandelnde Arzt kann auch bei Fragen zu Sport beratend zur Seite stehen“, sagt Froböse. „Grundsätzlich gilt: Je früher Hämorrhoiden behandelt werden, desto kleiner ist der Eingriff, desto weniger Leidensdruck entsteht und desto weniger Einschränkungen beim Sport sind zu befürchten.“











