Prozess um Mette-Marits Sohn
Staatsanwalt fordert harte Strafe im Høiby-Prozess
Aktualisiert am 18.03.2026 – 12:27 UhrLesedauer: 3 Min.
Jetzt steht die Anklage: Die Staatsanwaltschaft will mehr als sieben Jahre Haft für Mette-Marits Sohn Marius Borg Høiby. Das wurde am Mittwoch bekannt.
Im Vergewaltigungs-Prozess gegen den Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit hat die Staatsanwaltschaft am Mittwoch bekannt gegeben, welches Strafmaß sie für Marius Borg Høiby fordert. Sieben Jahre und sieben Monate Haft soll die Strafe betragen. Die Zeit, die Høiby bereits in der Untersuchungshaft verbracht hat, soll von der Haftstrafe abgezogen werden. Dabei handelt es sich nach Aussage der Staatsanwaltschaft um bislang 63 Tage. Außerdem verlangte die Anklage zum Schluss ihres Plädoyers am Mittwoch ein zweijähriges Kontaktverbot gegenüber einer Ex-Freundin.
Der älteste Sohn der norwegischen Kronprinzessin ist in 40 Punkten angeklagt, ihm werden unter anderem vier Vergewaltigungen nach norwegischem Recht vorgeworfen. Staatsanwalt Sturla Henriksbø fordert, Mette-Marits Sohn in 39 von 40 Anklagepunkten zu verurteilen. Lediglich für einen Verstoß gegen ein Kontaktverbot solle Høiby freigesprochen werden. In diesem Fall soll er seine Ex-Freundin trotz des Verbots versehentlich angerufen haben.
Der 29-Jährige sagte am vergangenen Freitag vor Gericht: „Ich bin nicht mehr Marius, ich bin ein Monster.“ Hintergrund waren die seit Prozessauftakt Anfang Februar ans Licht beförderten Details über sein Verhalten gegen Frauen. Mehrere Zeugenaussagen belasteten Høiby im Verlauf der Verhandlungen schwer.
Am Montag hatte der Staatsanwalt den Mann als kein „Monster“, aber einen eifersüchtigen Mann, der Frauen wenig respektiert und besonders im Rausch außer Kontrolle gerät, beschrieben. „Wir haben einen Mann erlebt, der sich nimmt, was er will, und nicht unbedingt darauf bedacht ist, bei einer After-Party bei dem Mädchen, das auf seinem Schoß sitzt, nachzufragen, ob es ihr recht ist, dass er sie berührt“, resümierte Henriksbø nach sechs Verhandlungswochen laut der Zeitung „Verdens Gang“.
Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit ist in vier Vergewaltigungsfällen angeklagt. In allen Fällen sollen die Frauen während der Tat geschlafen haben oder bewusstlos gewesen sein. Høiby soll sie dabei gefilmt haben. Die Foto- und Videoaufnahmen von seinem Handy spielten im Prozess eine wichtige Rolle. Außerdem haben seit Anfang Februar laut der Nachrichtenagentur NTB 70 Zeugen ausgesagt. Mehr als 800 Seiten SMS wurden vorgelesen.











