Microsoft zieht Konsequenzen
Zugriff verweigert: Samsung-App legt Windows-Rechner lahm
16.03.2026 – 12:32 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Samsung-App blockiert bei mehreren PC-Modellen den Zugriff auf das Systemlaufwerk. Microsoft hat bereits reagiert. Welche Geräte betroffen sind und was Nutzer tun können.
Eine App von Samsung hat auf mehreren Windows-Rechnern des Herstellers den Zugriff auf das Systemlaufwerk C: blockiert und die betroffenen Geräte damit weitgehend unbenutzbar gemacht. Das geht aus einer offiziellen Fehlermeldung hervor, die Microsoft auf seiner Support-Seite veröffentlicht hat.
Nutzer erhalten demnach beim Versuch, auf Dateien oder Programme zuzugreifen, die Meldung „C: is not accessible – Access denied“ – also „Zugriff verweigert“. Da auf dem Laufwerk C: in der Regel das Betriebssystem, sämtliche Programme und persönliche Daten liegen, lässt sich mit den betroffenen Rechnern kaum noch arbeiten. Anwendungen wie Outlook, Office-Programme, Webbrowser oder Systemwerkzeuge starten laut Microsoft nicht mehr.
Zunächst lag der Verdacht nahe, dass ein fehlerhaftes Windows-Update die Ursache sei. Die Probleme traten zeitlich rund um die Sicherheitsupdates vom Februar und März 2026 auf. Doch Microsoft und Samsung kamen nach einer gemeinsamen Untersuchung zu einem anderen Ergebnis: Verantwortlich sei die App „Samsung Galaxy Connect“. Diese dient dazu, Samsung-Geräte miteinander zu verbinden – etwa für die Bildschirmspiegelung oder den Datenaustausch per Quick Share.
Weder aktuelle noch frühere Windows-Updates hätten das Problem verursacht, schreibt Microsoft. Warum genau die App die Rechteverwaltung von Windows stört, ist bislang nicht bekannt.
Das Problem tritt laut Microsoft auf Samsung-Rechnern mit Windows 11 in den Versionen 24H2 und 25H2 auf. Konkret nennt das Unternehmen das Galaxy Book 4 sowie mehrere Desktop-Modelle mit den Bezeichnungen NP750XGJ, NP750XGL, NP754XGJ, NP754XFG, NP754XGK, DM500SGA, DM500TDA, DM500TGA und DM501SGA.
Besondere Aktionen seien nicht nötig, um den Fehler auszulösen. Es genüge, alltägliche Aufgaben auszuführen – etwa Dateien zu öffnen, Programme zu starten oder Verwaltungseinstellungen aufzurufen. In manchen Fällen könnten Betroffene nicht einmal ihre Benutzerrechte anpassen, Updates rückgängig machen oder Protokolldateien sichern.
Als Sofortmaßnahme hat Microsoft die betroffene Version von Samsung Galaxy Connect aus dem Microsoft Store genommen, um weitere Installationen zu verhindern. Samsung hat zudem eine ältere, stabile Version der App bereitgestellt, die das Problem auf noch nicht betroffenen Geräten verhindern soll.
Für Nutzer, deren Rechner bereits betroffen sind, gibt es allerdings bislang keine einfache Lösung. „Samsung evaluiert mit Unterstützung von Microsoft weiterhin Abhilfemaßnahmen“, schreibt Microsoft in der Fehlermeldung. Nach aktuellem Stand bleibt Betroffenen unter Umständen nur eine Neuinstallation des Betriebssystems oder das Einspielen eines zuvor erstellten Back-ups. Wer Hilfe benötigt, soll sich an den Samsung-Support wenden.











