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Jemand, der klug ist, hat einmal gesagt, dass es in der Geschichte nicht darum geht, Daten aufzuzeichnen, sondern darum, die Punkte zu verbinden.
Für Europa bedeutet dies einen kalten Winter der Diplomatie. Der neu ernannte Ayatollah Mojtaba Khamenei ist ein Schattenoperator mit engen Verbindungen zum Elite-Militärkorps der Revolutionsgarden, und sein Aufstieg deutet darauf hin, dass Teheran kein Interesse an Verhandlungen hat. Und Europa muss sich nun auf drei Schocks vorbereiten.
Erstens wird der Krieg nicht schnell enden. Mojtaba Khamenei ist eine Hardliner-Wahl für einen Hardliner-Moment. Zweitens steigen die Ölpreise bereits auf über 100 US-Dollar, was eine neue Energiekrise droht.
Drittens besteht ein Migrationsrisiko. Diese Instabilität könnte eine „beispiellose“ Flüchtlingswelle in Richtung der europäischen Grenzen auslösen.
Und für die USA und Israel ist Mojtaba Khamenei kein Staatsmann, er ist ein Ziel. Israels Verteidigungsminister Israel Katz äußerte sich unverblümt: Der Nachfolger sei ein „eindeutiges Ziel zur Eliminierung“.
Und für einen Mann, der bei den jüngsten Angriffen seinen Vater, seine Mutter und seine Frau verloren hat, könnte ein Kompromiss mit den USA und Israel einfach vom Tisch sein.
Was bedeutet das schließlich und vor allem für die Iraner?
Für die Menschen könnte sich dieser Übergang wie der ultimative Verrat an der Islamischen Revolution von 1979 anfühlen. Schließlich sollte dieser Aufstand die Erbmonarchie für immer beenden.
Und Mojtaba Khamenei erbt eine Nation im wirtschaftlichen Ruin, die sich ausschließlich auf das Militär und die harten Sicherheitskräfte verlässt, um die Kontrolle zu behalten. Und nach der jüngsten blutigen Niederschlagung der Demonstranten ist klar, dass er nicht für das iranische Volk, sondern für das Überleben des Systems kämpft.
Aber man könnte fragen: Kann eine Revolution überleben, indem sie genau das wird, was sie einst gestürzt hat?
Sehen Sie sich das Euronews-Video im Player oben an, um die ganze Geschichte zu erfahren.










