Standorte in Gefahr
Acht Galeria-Filialen auf der Kippe
Aktualisiert am 10.03.2026 – 16:37 UhrLesedauer: 1 Min.
Bei Galeria Kaufhof könnte es erneut zu Standortschließungen kommen. Grund sei die angespannte Marktsituation in den Innenstädten.
Bei der Warenhauskette Galeria drohen neue Filialschließungen. Die Mietverträge von acht Standorten sollen neu verhandelt werden. Nach Angaben des Unternehmens sind die Gespräche bereits angelaufen. „Sollte es nicht gelingen, eine für beide Seiten tragfähige Lösung zu erreichen, die allen Parteien eine langfristige Zukunft eröffnet, besteht auch die Möglichkeit von Schließungen“, teilte Galeria mit.
Betroffen sind Filialen in München (Rotkreuzplatz), Berlin (Kurfürstendamm, Hermannplatz), Köln (Hohe Straße, Breite Straße), Mannheim, Braunschweig und Aschaffenburg. Die Mietverträge laufen laut Galeria mittelfristig aus. Bis wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist, sagte eine Sprecherin auf Nachfrage nicht.
Der Warenhausbetreiber begründete den Schritt mit der angespannten Marktsituation des innerstädtischen Einzelhandels. Philipp Kretzer, Chief Sales Officer von Galeria, sagte: „Wir kämpfen für den Erhalt unserer Filialen und möchten an den Standorten bleiben.“
Voraussetzung dafür sei jedoch ein wirtschaftlich tragfähiges Modell. Sollte es zu Schließungen kommen, kündigte die Geschäftsführung Verhandlungen über einen Interessenausgleich und Sozialplan an.
Galeria hat in Deutschland derzeit 83 Warenhäuser und beschäftigt etwa 12.000 Menschen. Anfang 2024 hatte die Kette zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren Insolvenz anmelden müssen. Neun Häuser wurden daraufhin geschlossen. Seit Sommer 2024 gehört Galeria der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz.










