Schock an der Zapfsäule
Preis von Super „E10“ steigt bundesweit auf über zwei Euro
Aktualisiert am 05.03.2026 – 08:56 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach dem Ausbruch des Kriegs im Nahen Osten steigen die Preise für Kraftstoff rapide an. Nun hat es auch die günstigste, gängige Benzinsorte erwischt.
Die Spritpreise steigen immer weiter: Einen Tag nach dem Dieselkraftstoff hat auch die Benzinsorte Super E10 die Marke von zwei Euro pro Liter im bundesweiten Durchschnittspreis überschritten. In der Preisspitze am Morgen kostete sie 2,003 Euro, wie der ADAC mitteilte. Noch am Mittwoch war sie mit 1,995 Euro am Morgen knapp darunter geblieben.
Auch Diesel wird teurer: Am Morgen erreichte der Kraftstoff im bundesweiten Durchschnitt 2,086. Am Mittwoch waren es noch 2,054 Euro. Diesel ist normalerweise billiger als E10, weil er deutlich niedriger besteuert wird. Sein Preis ist aber krisenanfälliger, auch in der Anfangsphase des Ukraine-Krieges hatte er stärker reagiert als Benzin. Einer der Gründe ist, dass Diesel auch als Ersatz für Gas verwendet wird und für die Industrie eine größere Rolle spielt.
Video | „Hier sind die Benzinpreise noch human“
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Die Preise beider Kraftstoffe können im Tagesverlauf auch wieder sinken – das entspräche der Entwicklung in normalen Zeiten. Zuletzt hatte der allgemeine Anstieg dies aber überlagert.
Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Mittwochs – er ist für längerfristige Vergleiche aussagekräftiger, weil er die oft starken Schwankungen im Tagesverlauf ausgleicht – hatte ein Liter Diesel 2,005 Euro gekostet – 25,9 Cent mehr als am Freitag vor Ausbruch des Kriegs.
Dass E10 oder Diesel im Tagesdurchschnitt mehr als zwei Euro kosteten, war zuletzt 2022 der Fall. Die steigenden Spritpreise lösen inzwischen auch Diskussionen um eine mögliche Spritpreisbremse aus. 2022 hatte der Staat die Steuern auf Diesel und Benzin von Juni bis August deutlich gesenkt, um die Autofahrer angesichts der hohen Preise zu entlasten. Damals hatte es teilweise deutliche Kritik gegeben, dass die Erleichterung die Verbraucher nur teilweise erreicht habe.
Zudem hat Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) eine Überprüfung der Preise angekündigt: „Wir werden prüfen, dass nicht eine Situation ausgenutzt wird, die sich an den Märkten abbildet, aber nicht in dieser Höhe“, sagte Reiche im Podcast von „Table Briefings“. Darüber sei sie mit dem Bundeskartellamt im intensiven Austausch.











