Piëchs Lieblingsprojekt
Porsche gibt Luxusmarke auf
Aktualisiert am 24.04.2026 – 19:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Der harte Sanierungskurs bei Porsche geht weiter. Das Unternehmen trennt sich vom Lieblingsprojekt des alten Patriarchen Ferdinand Piëch und gibt eine Sportmarke auf.
Der Sportwagenbauer Porsche steigt ganz aus der Luxus-Sportwagenschmiede Bugatti aus. Die Anteile von 45 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen mit dem kroatischen Elektro-Sportwagenspezialisten Rimac gehen an ein Konsortium unter Führung des Finanzinvestors HOF Capital, hinter dem die ägyptische Milliardärsfamilie Sawiris steht. Das teilte das deutsche Unternehmen am Freitag mit.
Bugatti, einst von Volkswagen zu Zeiten des Konzern-Patriarchen Ferdinand Piëch gekauft, kappt damit nach fast 30 Jahren seine letzten Verbindungen zum VW-Konzern. Porsche-Chef Michael Leiters sagte, mit dem Verkauf konzentriere sich Porsche auf das Kerngeschäft.
Porsche und Rimac hatten das Gemeinschaftsunternehmen Bugatti Rimac 2011 gegründet, um unter den beiden Marken besonders teure Sportwagen, sogenannte Hypercars, herzustellen. Bugatti, bekannt durch hubraumstarke PS-Boliden der Superluxusklasse, sollte unter der operativen Führung von Rimac und seinen Entwicklern, die viel selbst machen und nicht auf Zulieferer setzen, weiterentwickelt werden.
Künftig hat der kroatische Autobauer Rimac das alleinige Sagen bei Bugatti und geht dazu eine strategische Kooperation mit HOF und dem Investor BlueFive aus Abu Dhabi ein.
Zum Kaufpreis vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. Reuters hatte 2022 über eine Bewertung von Rimac von zwei Milliarden Euro berichtet.










