Darüber hinaus zahlte er 40.000 Euro Schmerzensgeld an den Hotelmitarbeiter. Vor diesem Hintergrund werde klar, warum „das Dschungelcamp nicht nur Fluch, sondern auch Segen“ sein kann, sagt Gil Ofarims Anwalt Alexander Stevens jetzt auf Instagram. Denn sein Mandant habe das Geld neben den zusätzlich vereinbarten 10.000 Euro, die er an eine jüdische Einrichtung spenden musste, nicht aufbringen können. Mit der RTL-Show soll Ofarim jetzt zwischen 250.000 und 300.000 Euro verdienen.
Eine Summe, die vorab durch die Medien geisterte und auch seinen Mitcampern bekannt sein dürfte – und die womöglich zur hohen Erwartung geführt hat, die die Öffentlichkeit an Ofarims Dschungelcamp-Teilnahme knüpfte. Dass er sich seit 13 Tagen im australischen Dschungel noch nicht für seine Lüge damals entschuldigte, empfanden viele Zuschauer als unangemessen. „Es ist eine Entschuldigung erfolgt – sogar öffentlich, vor der Weltpresse“, so Ofarims Anwalt. „Da waren 50 Journalisten im Gerichtssaal.“ Ofarim müsse sich nicht jeden Morgen „geißeln bis die Sittenwächter zufrieden sind“, fügt Alexander Stevens an.
Der Richter Thorsten Schleif, mit dem Stevens das Gespräch gemeinsam bei Instagram führte, gibt ihm recht: Dann hätte man sich „das Ganze auch sparen können“, sagt er mit Verweis auf das öffentliche Geständnis Ofarims. Im Sinne des deutschen Rechtssystems sei es nicht vorgesehen, sich für eine Tat gleich mehrfach entschuldigen zu müssen.
Auch zu dem Rätsel um Gil Ofarims Verschwiegenheit liefert Thorsten Schleif noch Kontext: „Es ist eine Unterlassungserklärung abgegeben worden und diese sind juristisch sehr weit gefasst“, betont er und verweist dann auf eine gängige Praxis: „Die meisten Anwälte raten ihren Mandanten: ‚Sag am besten gar nichts.'“
Wenn Markus Küttner sagt, RTL habe von einer Verschwiegenheitserklärung nichts gewusst, bezieht sich das entsprechend auf genau diesen Begriff.
RTL-Sendersprecherin











