Angesichts des kurzen Abstandes und der damit verbundenen Gefahr hätten die Polizisten auf den Mann geschossen. Er sei mehrfach getroffen worden. Trotzdem habe der Verdächtige das Messer nicht losgelassen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Erst ein Polizist mit Schutzschild habe den Mann entwaffnen können. Danach sei der 37-Jährige medizinisch behandelt worden und später in einem Krankenhaus gestorben. Polizisten und Zeugen seien nicht verletzt worden.

Das bayerische Landeskriminalamt ermittelt nach eigenen Angaben mit der Staatsanwaltschaft, ob der Schusswaffeneinsatz rechtmäßig war. Die Leiche des Tatverdächtigen soll obduziert werden.

Der Oberbürgermeister der Stadt, Jan Rothenbacher, reagierte bestürzt auf die Ereignisse. „Es ist unfassbar, was in den vergangenen Tagen passiert ist“, sagte der SPD-Politiker. „Meine Gedanken sind bei der Familie des Jugendlichen, und ich wünsche viel Kraft in dieser schweren Zeit. Wir sind mit der Familie in Kontakt.“

Betroffenheit und Anteilnahme in Memmingen seien sehr groß. Eltern und Familien, die verunsichert sind, Fragen haben oder einen Gesprächspartner brauchen, könnten sich an die Erziehungsberatungsstelle der Stadt wenden. Diese stehe „kurzfristig zur Verfügung“.

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