E-Auto-Verbrauch

Dieser Stadtflitzer schlägt alle auf der Autobahn


11.08.2026 – 10:12 UhrLesedauer: 3 Min.

Renault Twingo E-Tech: Er eignet sich mit seinem kleinen Akku eher für die Stadt. (Quelle: Renault)

Wer mit dem Elektroauto auf der Autobahn fährt, verbraucht vergleichsweise viel Strom. Messdaten zeigen die zehn sparsamsten Modelle bei 130 km/h – und warum die Akkugröße nicht alles ist.

Bei einem Elektroauto entscheidet nicht allein die Größe des Akkus darüber, wie gut es sich für längere Strecken eignet. Mindestens ebenso interessant ist, wie viel Energie es bei höheren Geschwindigkeiten benötigt. Gerade auf der Autobahn macht sich das bemerkbar: Wer dauerhaft schnell fährt, muss mit einem höheren Verbrauch rechnen – wie bei einem Diesel oder Benziner auch.

Wie groß die Unterschiede zwischen einzelnen Elektroautos ausfallen können, zeigt eine Auswertung von „Auto Bild“. Das Magazin hat die Fahrzeuge danach sortiert, wie viel Strom sie bei konstant 130 km/h verbrauchen.

Wichtig zu beachten

Ein Elektroauto mit niedrigem Verbrauch muss mit einer Akkuladung nicht automatisch besonders weit kommen. Dafür spielt auch die nutzbare Kapazität seines Energiespeichers eine Rolle. Umgekehrt kann ein Fahrzeug mit höherem Verbrauch dank einer großen Batterie eine größere Reichweite erreichen.

An der Spitze steht ausgerechnet ein Auto, dessen Einsatzgebiet eigentlich eher die Stadt ist: Der Renault Twingo E-Tech kommt bei konstant 130 km/h laut „Auto Bild“ auf 14,4 Kilowattstunden je 100 Kilometer. Damit liegt er vor dem Cupra Raval mit 15,2 Kilowattstunden und dem Mini Aceman SE mit 16,2 Kilowattstunden. Gleichzeitig hat er mit 27,5 kWh den kleinsten Akku.

Cupra Raval: Der Elektro-Kleinwagen zeigte sich im Test mit 130 km/h sparsam. (Quelle: Cupra)

Die zehn sparsamsten E-Autos bei Tempo 130

Nach den Messungen von „Auto Bild“ ergibt sich folgende Rangliste. Angegeben ist jeweils der Verbrauch laut Bordcomputer bei konstant 130 km/h:

  • Renault Twingo E-Tech (27,5-kWh-Akku): 14,4 kWh/100 km
  • Cupra Raval (52-kWh-Akku): 15,2 kWh/100 km
  • Mini Aceman SE (49,2-kWh-Akku): 16,2 kWh/100 km
  • Mini Cooper SE JCW Trim (49,2-kWh-Akku): 16,5 kWh/100 km
  • Renault 4 E-Tech (52-kWh-Akku): 17,1 kWh/100 km
  • Fiat 500 Elektro (42-kWh-Akku): 17,2 kWh/100 km
  • Lynk & Co 02 (66-kWh-Akku): 17,3 kWh/100 km
  • Hyundai Ioniq 6 RWD (77,4-kWh-Akku): 17,4 kWh/100 km
  • Tesla Model Y Long Range RWD (77-kWh-Akku): 17,7 kWh/100 km
  • Hyundai Inster Select (42-kWh-Akku): 17,8 kWh/100 km

Die ersten Plätze könnten zunächst den Eindruck erwecken, dass vor allem kleine und leichte Elektroautos bei Autobahntempo im Vorteil sind. Tatsächlich nennt „Auto Bild“ das geringe Gewicht als einen Grund für den niedrigen Verbrauch des Twingo. Der Renault brachte beim Test 1.242 Kilogramm auf die Waage. Hinzu kommen laut dem Magazin eine kleine Stirnfläche und rollwiderstandsarme Reifen.

Ein Blick auf die gesamte Top 10 zeigt allerdings, dass Gewicht allein die Rangfolge nicht erklären kann. Der Mini Aceman SE landet mit 16,2 Kilowattstunden auf dem dritten Platz, obwohl der Testwagen laut „Auto Bild“ fast 1,8 Tonnen wog – mehr als eine halbe Tonne mehr als der erstplatzierte Twingo. Noch deutlicher wird das weiter hinten in der Rangliste. Mit dem Hyundai Ioniq 6 schafft es eine große Limousine mit 17,4 Kilowattstunden auf Rang acht. Das Tesla Model Y Long Range RWD folgt mit 17,7 Kilowattstunden auf Platz neun. Die Liste besteht also keineswegs nur aus besonders kleinen Elektroautos.

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