Entdeckung in Österreich
Knochenfund führt zu rätselhaften Massengräbern
24.07.2026 – 03:48 UhrLesedauer: 2 Min.
In Oberösterreich sind die Überreste von 120 jungen Männern entdeckt worden. Doch was steckt hinter den Funden?
In Österreich hat ein Fund eines Knochens zu einer spektakulären Ausgrabung geführt. Auf einer Baustelle im Braunauer Stadtteil Ranshofen in Oberösterreich fand ein spielendes Mädchen vor einigen Wochen einen Knochen gefunden, berichtet „heute.at“. Das löste genauere archäologische Untersuchungen aus. Immer mehr Skelette wurden bei den Grabungen entdeckt.
Jetzt sind genauere Details bekannt geworden. Demnach handelt es sich um die Überreste von 120 jungen Männern. Sie seien ohne erkennbare Ordnung in insgesamt neun Massengräbern bestattet worden, so das Portal.
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„Es ist ein außergewöhnlicher Fund. Er ist österreichweit oder sogar in ganz Mitteleuropa einzigartig. Wir haben selbst nicht damit gerechnet“, sagte Projektleiterin Michaela Binder von der Ausgrabungsfachfirma Novetus zur „Kronen Zeitung“.
Knochen stammen aus dem 19. Jahrhundert
Wie die „Krone“ berichtet, seien die Männer auf dem Bauch oder auf der Seite liegend gefunden worden, manche Fuß an Kopf aufgereiht. „Nach jetzigem Stand haben wir auf einer Fläche von rund 150 Quadratmetern 120 Personen gefunden“, erklärte Binder.
Nach derzeitigem Kenntnisstand stammen die Überreste aus der Zeit der Franzosenkriege Anfang des 19. Jahrhunderts. Experten gehen aber laut „heute.at“ davon aus, dass die Männer nicht bei Kampfhandlungen ums Leben kamen.
„Wir haben keine Hinweise, wie sie zu Tode gekommen sind – es gibt keine Schussverletzungen. Einem Mann wurde aber kurz vor seinem Tod der Unterschenkel amputiert“, sagt die Archäologin gegenüber der Tageszeitung. Vielmehr könne es sich um den Friedhof eines Feldlazaretts handeln. Die Grabungen sollen bis zum Sonntag abgeschlossen werden. Dann sollen weitere Untersuchungen zeigen, woher die Männer kamen und warum sie dort vergraben wurden.











