Expertenkommission
Nach dem Blackout-Winter: Diese Lehren soll Berlin ziehen
06.07.2026 – 04:23 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Brandanschlag ließ Zehntausende Berliner tagelang frieren. Nun stellt eine Expertenkommission ihren Bericht vor – und benennt, was künftig anders laufen muss.
Rund 100.000 Menschen mussten mitten im Winter tagelang ohne Strom und Heizung auskommen – nun soll aus dem Blackout gelernt werden. Eine Expertenkommission will am Montag (ab 11.30 Uhr) erläutern, welche Lehren in Berlin aus dem tagelangen Stromausfall Anfang des Jahres gezogen werden sollten.
Die Kommission wurde bereits Ende Januar vom Senat eingesetzt und stellt im Roten Rathaus ihren Bericht vor. Dabei geht es insbesondere um einen besseren Schutz der Berliner Bevölkerung vor und während solcher Ereignisse.
Brandanschlag legte die Stromversorgung lahm
Bei dem längsten Stromausfall in Berlin seit dem Zweiten Weltkrieg waren insgesamt rund 100.000 Menschen betroffen. Viele mussten mitten im Winter tagelang komplett ohne Strom und Heizung klarkommen.
Hintergrund des Ausfalls war ein mutmaßlich linksextremistischer Brandanschlag auf eine Kabelbrücke im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Berlin rief danach eine sogenannte Großschadenslage aus.
Experten sollen Risiken einschätzen und Empfehlungen geben
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hatte bereits kurz nach dem Blackout angekündigt, es müsse geprüft werden, wo sich Abläufe optimieren ließen. Die Expertengruppe soll Einschätzungen zu künftigen Risiken und Handlungsempfehlungen abgeben.
Zu der Gruppe gehören der Vorstandsvorsitzende der Charité, Heyo Kroemer, die frühere Bahn-Managerin Sigrid Nikutta, der ehemalige Berliner Feuerwehrchef Albrecht Broemme und der frühere Brigadegeneral der Bundeswehr, Uwe Nerger.
