Wasserwerfer und Drohnen

10.000 Menschen beim „Revolutionären 1. Mai“ – mit Verzögerung

Aktualisiert am 01.05.2026 – 20:29 UhrLesedauer: 1 Min.

An der Spitze der Demonstration versammelten sich vorwiegend schwarz gekleidete Menschen: Die Demo begann mit Verzögerung. (Quelle: Sebastian Christoph Gollnow/dpa/dpa-bilder)

Mehrere Tausend Menschen versammeln sich am Oranienplatz in Kreuzberg – doch der Start verzögert sich. Die Polizei ist mit Drohnen und Hubschraubern im Einsatz.

Mehrere Tausend Menschen haben sich am Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg zur Demonstration „Revolutionärer 1. Mai“ versammelt. Der Start verzögerte sich, weil der Zustrom zur Versammlung zunächst zu groß war, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Angesetzt war die Demo für 18 Uhr.

Derzeit haben sich rund 10.000 Menschen der Demo angeschlossen, sagte ein Polizeisprecher der Regionalredaktion von t-online in Berlin gegen 20.10 Uhr. Die Polizei begleitet den Zug in diesem Jahr weniger eng als in den Vorjahren – als Grund nennt sie den zunehmend gewaltfreien Verlauf der vergangenen Demonstrationen. Gleichzeitig hat sie angekündigt, gegen antisemitische Parolen und Volksverhetzung strikt vorzugehen.

Umfangreiches Einsatzmaterial steht bereit: Wasserwerfer, Drohnenabwehr, Hubschrauber, Boote, Fahrradstaffeln, Spürhunde und Klettereinheiten zur Sicherung von Dächern. Straßenzüge rund um die Route wurden mit Sperren gegen mögliche Amokfahrten ausgestattet. Die Verleihfirmen von E-Scootern sperrten auf Bitten der Polizei die betroffenen Gebiete für ihre Fahrzeuge.

Der Demonstrationszug soll vom Oranienplatz über die Sonnenallee in Neukölln zurück zum Südstern in Kreuzberg führen. An der Spitze standen vorwiegend schwarz gekleidete, teils mit roten Tüchern vermummte Menschen. Transparente trugen Parolen wie „Krieg dem Krieg“ und „Free Palestine“, weitere richteten sich gegen Kapitalismus, Wehrpflicht und den Krieg im Iran.

Parallel feierten nach Beobachtungen vor Ort Zehntausende auf den Straßen Kreuzbergs. Mehrere U-Bahnhöfe wurden nicht mehr angefahren, zahlreiche Straßen waren für den Autoverkehr gesperrt.

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