Tabellenführung in der 2. Liga
Klose-Euphorie reicht bis nach Brasilien: Nürnbergs irrer Lauf
13.09.2026 – 10:48 UhrLesedauer: 2 Min.
13 aus 15 Punkten: Der 1. FC Nürnberg legt einen Traumstart hin. Nach dem Sieg gegen Hannover 96 findet Trainer Miroslav Klose ungewohnt deutliche Worte.
Der 1. FC Nürnberg ist unter Trainer Miroslav Klose in einen historischen Traumstart gerauscht: Nach fünf Spieltagen steht der Club mit 13 Punkten an der Spitze der 2. Bundesliga. Der 2:1-Sieg gegen Hannover 96 war dafür der nächste Baustein – und die Euphorie reicht längst über Franken hinaus.
Wie groß die Aufbruchstimmung ist, zeigt sich auch in den Reaktionen rund um den Verein in den sozialen Netzwerken. Unter einem Instagram-Beitrag des FCN meldete sich etwa ein Fan aus Brasilien zu Wort, der den Club nach eigenen Angaben seit 2019 verfolgt und wegen der Ähnlichkeit zu seinem Heimatverein Botafogo Anhänger geworden sei. Andere Kommentare feierten Kloses Arbeit als „Masterclass“ oder bezeichneten ihn als besten Trainer seit Jahren – teils mit dreistelligen Like-Zahlen.
„Beste Halbzeit, seitdem ich hier bin! Überragend!“
Klose selbst lieferte nach dem Hannover-Spiel am Freitag die passende Erklärung für den Umschwung innerhalb von 90 Minuten. Zur Pause habe er seiner Mannschaft den Kopf gewaschen: „Wir waren nicht gierig in den Zweikämpfen. Wir haben falsche Entscheidungen getroffen. Das haben wir klar angesprochen“, sagte Klose in der Pressekonferenz: „Und dann sehe ich die beste Halbzeit, seitdem ich hier bin. Überragend! Riesenkompliment!“
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Auch Torschütze Julian Justvan jubelte: „Es war eine Energieleistung der Mannschaft“. Zum FCN-Lauf passt zudem, dass Mohamed Ali Zoma weiter trifft. Gegen Hannover erzielte er nach der Pause das entscheidende 2:1 und steht nun bei fünf Saisontoren. Klose wertete den Treffer als besonders wertvoll, „für ihn, für uns, für seine Stimmung.“ Der 22-Jährige war im Sommer trotz Interesse anderer Klubs nicht verkauft worden; Zoma selbst soll darüber nicht erfreut gewesen sein.
Trotz der Tabellenführung vermeidet Klose große Ansagen. Auf die Frage, ob Nürnberg ein Aufstiegsanwärter sei, blieb er zurückhaltend. „Wir sind nicht dafür gemacht, um große Töne zu spucken“, sagte er. Gleichzeitig will er die Welle mitnehmen: „Das Momentum ist auf unserer Seite, das haben wir uns erarbeitet.“ Sein nächstes Etappenziel sei es, „bis zum Winter vorne dabei zu sein“.
Vor der Länderspielpause steht für Nürnberg am kommenden Samstag noch ein Auswärtsspiel beim Karlsruher SC an.
