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Home » Zwischen Artenschutz und Regulierung
Leben

Zwischen Artenschutz und Regulierung

MitarbeiterBy MitarbeiterFebruar 24, 2026
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Zwischen Artenschutz und Regulierung

Zwischen Artenschutz und Regulierung

Darum gehört der Wolf ins Jagdrecht

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Der Wolf soll ins Jagdgesetz, doch was genau heißt das für ihn? (Quelle: Getty Images/Willy Mobilo)

Kaum ein Wildtier sorgt in Deutschland für so kontroverse Debatten wie der Wolf. Für die einen steht seine Rückkehr für gelungenen Artenschutz. Für andere steht er für wachsende Konflikte im ländlichen Raum.

Ein aktueller Fall aus dem Landkreis Cuxhaven verdeutlicht diese Spannungen: Dort griff ein Wolfsrudel eine Schafsherde an, 20 Tiere wurden getötet, mehrere weitere verletzt, obwohl die Weide mit einem wolfsabweisenden Grundschutz gesichert war. Solche Vorfälle heizen die Diskussion über den richtigen Umgang mit dem Tier immer wieder an.

Der Wolf in Deutschland – Zahlen & Fakten - 1Vergrößern des Bildes
(Quelle: Canva)

Nun will die Bundesregierung handeln und den Wolf ins Jagdrecht aufnehmen. Am 23. Februar befasst sich der Bundestag in einer öffentlichen Anhörung mit dem Gesetzentwurf. Ziel ist es, den rechtlichen Rahmen neu zu ordnen und den Umgang mit dem wachsenden Wolfsbestand verbindlicher zu regeln. Doch was bedeutet das konkret?

An der grundsätzlichen Bewertung des Wolfs soll sich nichts ändern. Die Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht bedeutet keine automatische zwingende Jagdfreigabe. Der Wolf bleibt nach EU-Recht eine geschützte Art. Seit Anfang der 2000er-Jahre breitet sich der Wolf in Deutschland wieder aus. Nach Schätzungen des Deutschen Jagdverbands (DJV) lebten im Frühjahr 2024 mindestens 2.000 Wölfe hierzulande. Die Population wächst seit mehr als zwei Jahrzehnten jährlich um etwa 20 bis 30 Prozent. Deutschland zählt inzwischen zu den Ländern mit der höchsten Wolfsdichte in Europa. In Niedersachsen und Brandenburg leben heute mehr Wölfe als in ganz Skandinavien.

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(Quelle: Canva)

Mit steigenden Beständen wächst jedoch auch die Kernfrage: Wie lässt sich der Schutzstatus mit einem wirkungsvollen Bestandsmanagement verbinden, um Zielkonflikte zu minimieren? Eine Umfrage des Instituts Civey vom Dezember 2025 zeigt die Ambivalenz in der Bevölkerung: 59,5 Prozent sehen im Wolf eine wichtige Rolle für das ökologische Gleichgewicht. Zugleich befürworten 64,3 Prozent seine Aufnahme ins Jagdrecht. 28,5 Prozent empfinden ihn als persönliche Bedrohung. Rund die Hälfte der Befragten schätzt den eigenen Wissensstand als eher gering ein.¹

Bislang fällt der Wolf überwiegend unter das Naturschutzrecht. Eingriffe – etwa die Entnahme einzelner Tiere nach Rissvorfällen – sind möglich, setzen allerdings ein umfangreiches Prüfverfahren voraus und halten in der Mehrheit der Fälle einer Klage vor den Verwaltungsgerichten nicht Stand.

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Wölfe sind in Deutschland seit Anfang der 2000er-Jahre wieder heimisch. Mit wachsendem Bestand rückt die Frage nach einem geregelten Management stärker in den Fokus. (Quelle: Getty Images/Andyworks)

Würde der Wolf in das Jagdrecht aufgenommen werden, wäre er formal eine jagdbare Art, aber mit klarer rechtlicher Zuständigkeit im Rahmen des Jagdrechts. Ob und in welchem Umfang Tiere entnommen werden dürfen, würde über Abschusspläne geregelt. Maßstab bleibt der sogenannte „günstige Erhaltungszustand“. Dieser darf auch zukünftig nicht über Eingriffe gefährdet werden.

Klaus Hackländer, Professor für Wildtierbiologie und Jagdwirtschaft an der BOKU University Wien, macht deutlich, dass im Jagdgesetz auch Arten stehen, die nicht getötet werden dürfen, aber für die die Jäger Sorge tragen müssen. „Kommt eine Wildtierart ins Jagdrecht, heißt das also nicht automatisch, dass sie auch bejagt wird. Erst wenn die Wildart nachhaltig genutzt werden kann oder in ihrem Bestand kontrolliert werden muss, werden Schuss- und Schonzeiten festgelegt“, betont Professor Hackländer, der auch Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung ist.

Der Deutsche Jagdverband e.V. bewertet die Aufnahme als Einstieg in ein nachhaltiges Bestandsmanagement. DJV-Präsident Helmut Dammann-Tamke verweist darauf, dass Jägerinnen und Jäger als ausgebildete Naturschützer seit Langem in das Wildtiermanagement eingebunden seien. Ziel sei es einen Dreiklang aus Artenschutz, Weidetierschutz und Akzeptanz der Bevölkerung, gerade im ländlichen Raum, herzustellen.

Aus Sicht des Verbands gehören dazu mehrere Elemente:

  • Zwei-Säulen-Modell
    Planbare Bestandssteuerung über Abschusspläne – getrennt von schnellen Eingriffen bei konkreten Problemfällen.
  • Wildbiologisch basierte Jagdzeiten
    Das bedeutet Eingriffe dann, wenn Jung- und Altwölfe sicher zu unterscheiden sind, um Rudelstrukturen nicht zu gefährden.
  • Einbindung ohne Sonderstatus:
    Einbindung in das bestehende Jagdrecht, unter Berücksichtigung der Schutzbestimmungen
  • Regionale Differenzierung
    Das Management soll sich an der jeweiligen Situation vor Ort orientieren.
  • Rechtssicherheit in Konfliktsituationen:
    Klarer Rechtsrahmen bei Gefahr im Verzug. D.h. wenn Weide- oder Haustiere oder auch Jagdhunde einer konkreten Bedrohung durch Wölfe ausgesetzt sind.

Der Verband betont: Es gehe nicht um mehr Jagd, sondern um ein planbares Instrument zur Steuerung wachsender Bestände und zur Minimierung von Zielkonflikten.

Drei Fragen an Prof. Dr. Klaus Hackländer

Wildtier-Experte Professor Klaus Hackländer.Vergrößern des Bildes
Wildtier-Experte Professor Klaus Hackländer. (Quelle: Deutsche Wildtier Stiftung/Ove Arscholl)

t-online: Warum polarisiert der Wolf so stark?

Professor Klaus Hackländer: Der Wolf lässt wahrscheinlich niemanden kalt. Für die einen ist er eine Bereicherung der heimischen Tierwelt, für andere eine Gefahr. Wie Menschen über ihn denken, hängt stark von ihrer Betroffenheit, ihrer Sozialisierung und ihrem Wissen ab. Eine sachliche Debatte braucht deshalb Fakten statt Ideologien.

Widerspricht eine regulierte Bejagung dem Artenschutz?

Der Wolf gilt in Europa seit 2007 als nicht gefährdet. Trotzdem darf er nur reguliert werden, wenn der günstige Erhaltungszustand nicht gefährdet ist. Dafür braucht es ein standardisiertes Monitoring und einen fundierten Managementplan, damit Abschussquoten die Population nicht gefährden.

Was macht das Management beim Wolf besonders anspruchsvoll?

Wölfe leben in festen Rudelstrukturen. Bei Eingriffen gilt es die für die Sozialstruktur innerhalb des Rudels wichtigen Elterntiere zu schonen. Ansonsten können sich beispielsweise die Weidetierrisse sogar verstärken.

Konflikte entstehen vor allem dort, wo Weidetiere und Wolfsreviere aufeinandertreffen. In Regionen mit extensiver Weidehaltung können Rissereignisse wirtschaftlich spürbare Folgen haben. Eine Mehrheit der Befragten hält Weidetiere derzeit nicht für ausreichend geschützt. Mehr als die Hälfte verbindet die Ausbreitung des Wolfs mit zunehmenden Sicherheitsrisiken.¹ Marie Hoffmann, Landwirtin und Jägerin, beschreibt die Entwicklung so: „2006 wurden rund 40 Weidetiere von Wölfen gerissen. 2022 waren es etwa 4.000, 2023 über 5.700. Das zeigt, wie stark sich die Situation verändert hat.“

Landwirtin und Influencerin Marie Hoffmann ist auch selbst schon Wölfen in freier Wildbahn begegnet.Vergrößern des Bildes
Landwirtin und Influencerin Marie Hoffmann ist auch selbst schon Wölfen in freier Wildbahn begegnet. (Quelle: Pascal Nowak)

Wie stark die Situation viele Tierhalter inzwischen belastet, beschreibt Jens Schreinicke, Vorsitzender des Bauernverbands Fläming-Mittelmark e.V. und ehrenamtlicher Wolfsbeauftragter des Verbands. „Nutztierhalter stehen den Wölfen ohnmächtig gegenüber“, sagt er. Besonders kleinere Betriebe und Hobbyhalter würden zunehmend aufgeben. „Viele Hobbytierhalter steigen einfach aus. Bei uns im Dorf, hatte jemand vier Schafe. Zwei wurden gerissen, eines schwer verletzt. Der hat aufgehört – und sowas sieht man vielfach.“


Anführungszeichen


Unter den Nutztierhaltern herrscht schon Resignation.


Jens Schreinicke, Vorsitzender des Bauernverbands Fläming-Mittelmark e.V


Herdenschutz gilt als zentrale Maßnahme. Doch er ist nicht überall problemlos umsetzbar. „Wolfsabweisende Zäune heißen bewusst nicht wolfssicher“, sagt Hoffmann. Auch Herdenschutzhunde seien teuer und in Regionen mit viel Publikumsverkehr nur begrenzt praktikabel. Experten, wie Professor Hackländer betonen deshalb: Politische Entscheidungen müssen auf einem verlässlichen Monitoring beruhen. Nur so lasse sich beurteilen, ob Eingriffe notwendig und rechtlich zulässig sind.

Besonders in Brandenburg sieht Schreinicke ein strukturelles Problem. „Was ich da sehe, ist, dass wir uns in Brandenburg einem erhöhten Rissrisiko unterwerfen, da wir einfach zu viele Wölfe haben“, sagt er.

Er unterstützt deshalb eine klarere gesetzliche Regelung. „Ich denke, die Kernforderungen des DJV, die Wölfe nicht auszurotten, aber die Herden zu schützen, indem Problemwölfe oder Wölfe mit unerwünschten Verhaltensweisen zügig entnommen werden können, das ist vernünftig. Genauso, wie in die Bestandsregulierung einzugreifen – das ist nicht radikal. Das ist in Anbetracht der sehr hohen Wolfbestände, die wir hier haben, gerade im Nordosten und Norden von Deutschland, eine vernünftige Sache.“

Der Wolfsbestand wächst. Damit steigt auch die Notwendigkeit für ein praktikables Management. Die Bundesregierung reagiert darauf mit einer gesetzlichen Neuordnung.

„Der Wolf ist gekommen, um zu bleiben“, sagt Professor Hackländer. „Wir müssen Wege finden, mit dieser neuen Situation umzugehen, durch Herdenschutz und Bejagung. So können wir einerseits die Ansprüche der Menschen erfüllen und andererseits Wölfen in der Kulturlandschaft Lebensraum bieten.“ Auch Marie Hoffmann betont, dass vor allem Rechtssicherheit entscheidend ist, da man sich als Jäger bei den Entnahmen unter dem bisherigen Rechtsrahmen ausweißlich der Verwaltungsgerichtsurteile oft im Graubereich bewegt hätte.

Die geplante Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht ändert nichts am europäischen Schutzstatus, sondern ist eine konsequente Erweiterung der nationalen Handlungsoptionen und folgt damit dem Beispiel vieler anderer Mitgliedstaaten der europäischen Union. Es werden Zuständigkeiten geklärt, um Eingriffe rechtssicher zu regeln. Ob das neue Gesetz tatsächlich zu mehr Klarheit und weniger Konflikten führt, wird sich in der Praxis zeigen. Klar ist: Zwischen Artenschutz und regionalen Interessen braucht es transparente Regeln und eine sachliche Debatte.

Die Inhalte auf dieser Seite wurden von der Ströer Content Group Sales GmbH in Zusammenarbeit mit dem Deutscher Jagdverband e. V. (DJV), Chausseestr. 37, 10115 Berlin, erstellt.

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