Im Drama um Buckelwal Timmy erhob erst kürzlich ein Bürgermeister gegen den „Walflüsterer“ Robert Marc Lehmann schwere Vorwürfe. Jetzt kommen auch Zweifel an dessen Selbstdarstellung auf.

Der vor der Ostsee gestrandete Buckelwal Timmy liegt Experten zufolge im Sterben. Am Donnerstag machte die Nachricht über eine kleine Positionsänderung des Wals zwar noch einmal Hoffnung, trotzdem wird der zwölf Tonnen schwere Meeressäuger nicht überleben. Darin sind sich die Experten einig. Zuvor waren mehrere Versuche, den Wal zu retten und in die Ostsee zu leiten, gescheitert.

Eine wichtige Rolle spielte dabei der als „Walflüsterer“ bekannt gewordene Biologe Robert Marc Lehmann. Er wurde in den Medien als Star und gefragter Experte gefeiert und machte vielen Menschen Hoffnung. Doch zuletzt hatte der Bürgermeister von Timmendorfer Strand, Sven Partheil-Böhnke, schwere Vorwürfe gegen ihn erhoben. Vor dem Urlaubsort war der Wal Ende März erstmals gestrandet. Lehmann habe sich als Einsatzleiter aufgespielt, obwohl andere Experten ihm Fehlentscheidungen vorgeworfen hätten, sagte Partheil-Böhnke. Auch dadurch sei ein vielversprechender Rettungsversuch gescheitert. Nun kommen weitere Ungereimtheiten ans Licht, die auch an der Selbstdarstellung des „Walflüsterers“ zumindest Zweifel aufkommen lassen.

Im Video | Neue Aufnahmen zeigen: So klingt Wal Timmy

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Quelle: t-online

Auf seiner Webseite bezeichnet sich Lehmann derzeit als „studierten Diplom-Biologen“. Doch wie inzwischen archivierte Versionen seiner Webseite zeigen, änderte Lehmann diese Passage offenbar ab. Noch im Oktober vergangenen Jahres bezeichnete er sich als „studierten Diplom-Meeresbiologen“.

Eine Vertreterin der Sektion Biologie der Universität Kiel, an der Lehmann einst studierte, bestätigte t-online, dass es einen Studiengang „Meeresbiologie“ dort nicht gab und bis heute nicht gibt. Bereits Anfang des Jahres berichtete das Portal „Zoos.Media“ über entsprechende Ungereimtheiten, wenig später änderte Lehmann offenbar den Eintrag auf seiner Webseite. Korrekt ist hingegen, dass im Rahmen des Biologiestudiums Schwerpunkte gewählt werden können, auch in Meeresbiologie.

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