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Home » Zwei weitere VW-Werke könnten geschlossen werden
Mobilität

Zwei weitere VW-Werke könnten geschlossen werden

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 15, 2026
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Zwei weitere VW-Werke könnten geschlossen werden

Sparpläne

Stehen bei VW weitere Werke auf dem Prüfstand?


15.07.2026 – 17:31 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Autoproduktion im ungarischen Györ: Laut Berichten könnte auch hier der Rotstift angesetzt werden. (Quelle: Martin Fejer/estost.net/imago)

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Volkswagen sucht nach einem Weg aus der Krise. Gemäß einem Medienbericht reichen die Umbaupläne des Vorstands deutlich weiter als bislang bekannt.

Volkswagen kämpft mit hohen Kosten, wachsender Konkurrenz aus China und einer schwachen Nachfrage in wichtigen Märkten. Konzernchef Oliver Blume will den Autobauer deshalb umfassend umbauen. Nach Informationen des „Manager Magazin“ könnten die Pläne deutlich weiter reichen als bislang bekannt.

Dem Bericht zufolge stellt der Vorstand langfristig auch zwei Werke in Osteuropa infrage. Betroffen wären ab etwa 2035 das Audi-Werk im ungarischen Györ und das Škoda-Werk im tschechischen Kvasiny. Allein in Györ arbeiten rund 12.000 Menschen. Das Unternehmen betont dem Bericht zufolge allerdings, bei den Überlegungen handle es sich um mögliche Alternativen – abhängig davon, wie wettbewerbsfähig sich die deutschen Standorte entwickeln. Ein solcher Schritt wäre allerdings insofern überraschend, als andere deutsche Autohersteller wie BMW und Mercedes vor allem in Ungarn investieren. Grund sind unter anderem die deutlich geringeren Kosten.

Bündelung der Modellplanung

Parallel soll auch die Konzernführung neu aufgestellt werden. Nach Informationen des „Manager Magazin“ sollen das IT-Ressort und der Compliance-Bereich nach dem Ausscheiden ihrer bisherigen Leiter entfallen. Gleichzeitig ist ein neues Entwicklungsressort geplant, das die Modellplanung und Investitionen stärker bündeln soll. Außerdem soll die seit rund einem Jahr vakante Position des Personalvorstands neu besetzt werden.

Im Video | In dieses kleine SUV setzt VW große Hoffnungen

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Hintergrund der Pläne sind nach Angaben des Berichts deutlich schlechtere Erwartungen für die kommenden Jahre. Der Vorstand bereitet sich demnach darauf vor, dass Volkswagen langfristig statt neun Millionen nur noch sieben bis acht Millionen Fahrzeuge pro Jahr produzieren könnte. Weniger Produktion würde auch weniger Werke, weniger Beschäftigte und eine kleinere Modellpalette bedeuten.

Der Umbau stößt allerdings auf erheblichen Widerstand. Blume scheiterte mit seinem Paket Anfang Juli im Aufsichtsrat. Arbeitnehmervertreter und das Land Niedersachsen lehnten die Pläne ab. Bei der nächsten Sitzung im September dürfte das Thema erneut auf die Tagesordnung kommen. Konzernkenner rechnen mit einer weiteren Eskalation des Konflikts.

Tausende Jobs stehen auf dem Spiel

Wie weit die Einschnitte am Ende tatsächlich reichen werden, ist offen. Zuletzt war von weltweit bis zu 100.000 oder sogar 120.000 gefährdeten Stellen die Rede. Branchenexperten halten einen Stellenabbau zwar für wahrscheinlich, rechnen aber mit geringeren Zahlen. Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer geht davon aus, dass es keine flächendeckenden Werksschließungen geben wird. Frank Schwope, Lehrbeauftragter für Automotive Management an der Fachhochschule des Mittelstandes, erwartet, dass sich Volkswagen und die Arbeitnehmervertreter auf deutlich weniger zusätzliche Stellenstreichungen einigen könnten.

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