Bergwacht bestätigt Fund zweier Leichen
Vater und Tochter sterben bei Lawinenunglück in den Alpen
Aktualisiert am 02.11.2025 – 10:34 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach einem Lawinenabgang in den Alpen galten zwei Deutsche noch als vermisst. Überlebenschancen gab es nicht – jetzt gibt es traurige Gewissheit.
Die nach einem Lawinenabgang in den Ortler-Alpen vermissten beiden Deutschen sind tot gefunden worden. Das bestätigte die italienische Bergwacht. Den Angaben zufolge handelt es sich um einen Vater und seine Tochter. Die Jugendliche soll 17 Jahre alt sein, wie die Nachrichtenagentur „Ansa“ und die Zeitung „Il Dolomiti“ berichten. Bereits am Samstag wurden drei weitere Deutsche tot aus den Schneemassen gezogen.
Die Urlauber waren am Samstagnachmittag beim Aufstieg zur mehr als 3.500 Meter hohen Vertainspitze im Ortlergebirge von einer Schneelawine erfasst worden. Nach Angaben der Bergwacht waren sie unabhängig voneinander in drei Gruppen unterwegs: eine Dreiergruppe und zwei Zweiergruppen. Zwei Männer überlebten das Unglück. Für die beiden jetzt tot geborgenen Vermissten gab es bereits am Samstagabend keine Hoffnung mehr.
Die Suche war am Abend wegen der Dunkelheit zunächst abgebrochen, am Sonntagmorgen aber wieder aufgenommen worden. Im Einsatz waren auch Drohnen und Wärmebildkameras. Die Bergretter wurden mit einem Hubschrauber nach oben gebracht. Bis zur Unglücksstelle waren es dann noch etwa zwei Stunden zu Fuß. Die Freiwilligen gehen davon aus, dass die beiden Toten nach dem Lawinenabgang noch rund 200 Meter in die Tiefe gestürzt sind.
Das Unglück ereignete sich der Bergwacht zufolge kurz vor 16 Uhr in der Nordwand unterhalb des Gipfels auf etwa 3.200 Metern Höhe. Rätselhaft war zunächst, warum die drei Gruppen zu dieser verhältnismäßig späten Uhrzeit noch auf dem Weg nach oben waren. Der Aufstieg zur Vertainspitze gilt als lang und anstrengend, aber nicht als technisch schwierig. Die Lawine ging herunter, als es fast schon zu dämmern begann.
Möglicherweise habe sich die Lawine infolge starker Verwehungen gelöst, weil der neu gefallene Schnee noch nicht ausreichend mit dem Untergrund verbunden war, sagte ein Bergwacht-Sprecher.











