Polizei rätselt
Frau erhält vergifteten Rosenstrauß
20.09.2026 – 16:25 UhrLesedauer: 1 Min.
Eine Frau nimmt einen Strauß Rosen entgegen – dann wird ihr Übel. Die Blumen waren offenbar von einer giftigen Flüssigkeit überzogen.
In Rostock hat ein Blumenstrauß am Freitag einen Gefahrengut-Einsatz ausgelöst. Wie die Polizei mitteilte, wurde einer Frau Blumen geliefert, die mit Quecksilber kontaminiert waren. Sie und eine weitere Frau mussten in eine Klinik gebracht werden. Inzwischen konnten die beiden wieder entlassen werden.
Laut „Bild“-Zeitung war dem Vorfall ein Familienstreit vorausgegangen. Der Mann der einen Frau habe über TikTok einen großen Strauß von fast 100 Rosen bestellt – wohl, damit seine Frau ihn ihrer Schwerster als Wiedergutmachung zum Geburtstag schenken könne. Seine Frau und eine Freundin hätten die Blumen am Freitag entgegengenommen.
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Die Mutter der Ehefrau schildert der „Bild“ den Vorfall: „Als sie die Blumen auspackte, wurde ihr direkt schwindelig und übel. Ein Nachbar hat erzählt, dass die Verpackung schon bei der Lieferung getropft hat.“ In der Polizeimitteilung heißt es lediglich, dass die Hintergründe der Tat noch unklar sind.
Darum ist Quecksilber so gefährlich
Laut der „Bild“ hatte die Familie bei dem Blumenhändler bereits mehrfach bestellt – und war immer sehr zufrieden. Dass der Händler die Pflanzen bewusst vergiftet habe, schließe sie aus. Die Geschädigte erklärte der Zeitung: „Der Händler steht unter Schock, er ist ein guter Mensch. Ich hoffe, dass die Polizei möglichst schnell herausfindet, was passiert ist.“
Das Schwermetall Quecksilber kann bereits in kleinen Mengen Gesundheitsschäden verursachen. Eine hohe Dosis führt schnell zu Übelkeit und Erbrechen. Im Extremfall ist auch Nierenversagen möglich.