Verspätungen und Ausfälle
Regionalzug zieht Notbremse – 150 Menschen an Bord
30.03.2026 – 12:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Zugführer muss in Köln auf einer Bahnstrecke die Notbremse ziehen. Das Fahrzeug wird beschädigt, es kommt stundenlang zu Ausfällen und langen Verspätungen.
Ein Regionalzug hat auf der Strecke unweit des Kölner Eifeltors eine Notbremsung durchführen müssen. Wenige Augenblicke zuvor war der Zug bei etwa 140 km/h über mehrere Gegenstände gefahren, die auf den Gleisen lagen. Der Zug wurde dabei so schwer beschädigt, dass er nicht mehr weiterfahren konnte. An Bord der Regionalbahn waren rund 150 Menschen.
Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Bundespolizei gegen 19.30 Uhr am Sonntagabend (29. März). Die Polizei entdeckte vor Ort Schottersteine, eine Eisenstange und eine Blechplatte, die Unbekannte offenbar auf die Gleise gelegt hatten. Weil parallel dazu mehrere Zeugen Kinder im Gleisbereich gemeldet hatten, wurde die Strecke für mehrere Stunden gesperrt.
Die Bundespolizei warnt nach dem Vorfall eindringlich davor, die Gleise und Bahnstrecken zu betreten: „Gleisanlagen sind keine Spielplätze. Das Ablegen von Gegenständen auf Schienen ist kein harmloser Streich, sondern eine lebensgefährliche Straftat.“ Schon kleinste Gegenstände könnte schwere Folgen für den Zugverkehr und die betroffenen Personen haben.
„Wer Hindernisse auf Gleise legt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch das Leben von Reisenden und Bahnmitarbeitern“, erklärten die Beamten weiter. Im betroffenen Regionalzug wurde trotz der Notbremsung und der Kollision niemand verletzt. Die Fahrgäste mussten ihre Fahrt allerdings anderweitig fortsetzen.
