Steigende Inflation

EZB hebt Leitzinsen zum zweiten Mal in diesem Jahr an

Aktualisiert am 10.09.2026 – 14:51 UhrLesedauer: 1 Min.

Christine Lagarde: Die EZB-Chefin hat Sorgen vor einer anziehenden Inflation. (Quelle: Michael Probst/dpa)

Die Inflationssorgen wachsen. Die EZB dreht daher erneut an der Zinsschraube und erhöht den Einlagenzins.

Die Europäische Zentralbank (EZB) reagiert mit der zweiten Zinserhöhung in diesem Jahr auf den Ölpreisschock infolge des Iran-Kriegs. Der für Banken und Sparer wichtige Einlagenzins wird von 2,25 auf 2,5 Prozent angehoben.

Das entschied der EZB-Rat, der ausnahmsweise nicht am Sitz der Zentralbank in Frankfurt, sondern in Berlin tagte. Einmal im Jahr wird das Treffen des EZB‑Rats von einer nationalen Zentralbank ausgerichtet, in diesem Jahr ist die Deutsche Bundesbank Gastgeber.

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„Der Konflikt im Nahen Osten erzeugt weiterhin Inflationsdruck, und die Inflation dürfte für einen längeren Zeitraum deutlich über unserem Zielwert bleiben“, erklärte die Notenbank. Der Ausblick sei „nach wie vor mit hoher Unsicherheit behaftet“, wobei eine höhere Inflation und weniger Wirtschaftswachstum drohe.

Höhere Leitzinsen verteuern Kredite für Verbraucher und Firmen, was die Nachfrage bremsen und so die Inflation dämpfen kann. Sparer können profitieren, wenn Banken die besseren Konditionen weitergeben. Zugleich jedoch sind steigende Zinsen eine Belastung für alle, die investieren wollen – von Privathaushalten bis Unternehmen. Hebt die EZB die Zinsen zu stark an, kann das die Konjunktur abwürgen.

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