Uefa reagiert in Bezug auf Infantino
Abfindung für Mitarbeiterin: Neue Vorwürfe
Aktualisiert am 08.08.2026 – 10:59 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Uefa hat einer ehemaligen Infantino-Mitarbeiterin eine Abfindung bezahlt. Musste sie wegen einer Affäre gehen?
Eine ehemalige Mitarbeiterin von Gianni Infantino soll bei ihrem Ausscheiden bei der Uefa eine sechsstellige Summe kassiert haben. Der Vorfall habe sich 2011 ereignet, als Infantino Uefa-Generalsekretär war, berichtet der britische „Telegraph“. Besonders pikant: Die Frau soll nach Informationen der Zeitung seine „Geliebte“ gewesen sein und eine Affäre mit Infantino gehabt haben.
Sie soll während dieser Zeit auch befördert worden sein. Nach ihrem Ausscheiden habe der Verband ihr ein MBA-Studium bezahlt. In einer Erklärung vom Freitagabend räumte die Uefa gegenüber der Zeitung ein, dass eine Zahlung erfolgt sei und der Verband Kenntnis von den Vorwürfen habe, wonach die Frau in einer Beziehung zu Infantino gestanden habe. Weiter heißt es, der Verband habe seine Vorschriften inzwischen „verschärft“, um „denen einer modernen, hochkarätigen Organisation gerecht zu werden“.
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Was wusste Platini?
Die Frau sei zunächst Verwaltungsmitarbeiterin gewesen, dann aber zur Managerin befördert worden, so der „Telegraph“. Ihr Gehalt habe dann 160.000 Schweizer Franken (147.000 Euro) betragen. Ihr Name ist der Zeitung bekannt. Die angebliche Beziehung sei von Michel Platini, damals Uefa-Präsident, angesprochen worden, so der „Telegraph“. Platini, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Quellen, habe Infantino gesagt, entweder müsse er gehen oder die Mitarbeiterin. In der Verbandsführung habe man sich dann geeinigt, die Frau mit einer Abfindung gehen zu lassen.
Diese Zahlung bestätigte die Uefa auch gegenüber der Zeitung: „Wir sind uns der Vorwürfe bewusst und können bestätigen, dass an die betreffende Person eine Abfindung gezahlt wurde, verbunden mit der Übernahme der Gebühren für einen MBA-Studiengang an einer örtlichen Wirtschaftshochschule. Die Zahlung erfolgte im Einklang mit den damals geltenden Regelungen für ausscheidende Mitarbeiter.“
Fifa weist Vorwürfe zurück
Die Fifa reagierte zu einem möglichen Fehlverhalten Infantinos deutlich. „Fifa-Präsident Gianni Infantino weist diese Vorwürfe entschieden zurück; sie sind kategorisch unwahr. Jede Andeutung eines unangemessenen Verhaltens oder eines Verstoßes gegen Statuten oder Vorschriften ist diffamierend“, hieß es in einer Stellungnahme. Es habe weder bei der Uefa noch bei der Fifa Beschwerden über das Verhalten des Präsidenten gegeben.
Infantino kam im Jahr 2000 zur Uefa und war dort 16 Jahre lang tätig, bevor er im Februar 2016 das Amt des Fifa-Präsidenten übernahm. Infantino heiratete 2001 Leena Al Ashqar, mit der er vier Töchter hat. Er steht seit seinem Plan, Anteile an der Fußball-Weltmeisterschaft und anderen Turnieren an Investoren zu veräußern, massiv unter Druck. Zwar verzichtete Infantino jüngst angesichts eines Sturms der Entrüstung auf das Vorhaben. Dennoch entzog der europäische Fußballverband Uefa dem Fifa-Chef am vergangenen Wochenende offiziell das Vertrauen.










