Unterschiede bei Geschlechtern

So viele Menschen ertrinken in Berliner Gewässern

10.03.2026 – 12:08 UhrLesedauer: 1 Min.

Eine Badestelle in Berlin (Archivbild): In Berliner Seen und Flüssen sind auch 2025 wieder Menschen ertrunken. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa/dpa-bilder)

Die Zahl der Ertrunkenen in Berlin stagniert auf hohem Niveau. Hinter den Zahlen steckt ein Muster, das die DLRG seit Jahren besorgt.

In Berliner Gewässern sind im Jahr 2025 insgesamt 16 Menschen ertrunken – genauso viele wie im Vorjahr, wie die Deutsche Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) mitteilte.

Die meisten Opfer waren männlich. Acht Personen ertranken in einem Fluss, sechs in einem See und zwei in einem Kanal.

DLRG-Präsidentin Ute Vogt sieht den Schlüssel zu geringeren Unfallzahlen in der Präventionsarbeit. Menschen ohne sichere Schwimmkenntnisse müssten für Wassergefahren sensibilisiert werden, sagte sie. Auch Angler, Paddler und Segler seien häufig unzureichend auf ihre eigene Sicherheit vorbereitet.

Daneben verweist die DLRG auf ein langfristiges Risiko bei Kindern. Die meisten Grundschüler verließen die Schule ohne sichere Schwimmkenntnisse, so Vogt. Danach stünden sie immer weniger unter elterlicher Aufsicht – und seien deshalb ein Leben lang stärker gefährdet.

Die DLRG-Präsidentin fordert einen Ausbau von Schwimmkursangeboten, vor allem in Schulen. Aus Sicht des Verbandes sei mangelndes Schwimmkönnen bei Kindern ein unnötiges Lebensrisiko.

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