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Home » Yacht sendet vor Wangerooge „Mayday“
Panorama

Yacht sendet vor Wangerooge „Mayday“

MitarbeiterBy MitarbeiterSeptember 12, 2026
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„Unmittelbare Lebensgefahr“

Yacht sendet „Mayday“ in der Nordsee


Aktualisiert am 11.09.2026 – 12:03 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Der Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ (Archivbild): Das Spezialschiff der 23,1-Meter-Klasse ist in Hooksiel stationiert. (Quelle: Die Seenotretter – DGzRS, Marc Schultz)

Die Segel sind zerfetzt, fast alle Systeme ausgefallen. Nicht einmal mehr die Positionslichter leuchten – so treibt eine Yacht mitten in einem dicht befahrenen Schifffahrtsweg.

Vor der ostfriesischen Nordseeinsel Wangerooge sind in der Nacht zum Donnerstag zwei Segler in Seenot geraten. Um kurz nach Mitternacht ging der Hilferuf ein, die Seenotküstenfunkstelle Bremen Rescue Radio der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) empfing nur ein schwaches Signal.

Wie die Seenotretter mitteilten, funkten die Segler mit einem Handfunkgerät gegen 0.15 Uhr „Mayday“. „Es ist das Signal für unmittelbare Lebensgefahr“, beschreibt die DGzRS den Ernst der Lage.

  • Katamaran kentert: Bundeswehr startet zu Nordsee-Notfalleinsatz

Die beiden Männer an Bord waren demnach etwa fünfeinhalb Seemeilen (rund zehn Kilometer) nordwestlich von Wangerooge in einen Großschifffahrtsweg geraten – und hatten die Orientierung verloren. Im Fahrwasser „Neue Weser“ meldeten sie zerfetzte Segel sowie den Ausfall fast aller Systeme an Bord.

Nicht einmal mehr die Positionslichter funktionierten. „Die in der Dunkelheit unsichtbare Segelyacht stellte in dem dicht befahrenen Schifffahrtsweg ein erhebliches Kollisionsrisiko dar“, heißt es in der Mitteilung der Seenotretter.

Sicherer Hafen erst nach sieben Stunden

Mehrere Rettungsteams machten sich auf den Weg. Zuerst trafen die Freiwilligen der Station Wangerooge mit dem Seenotrettungsboot „Fritz Thieme“ vor Ort ein, wenig später auch Seenotretter aus Hooksiel und Helgoland. Bei schwerem Seegang mit Wellen bis zu drei Metern lotsten die Seenotretter die rund zehn Meter lange Yacht aus dem Schifffahrtsweg.

Nachdem die Kollisionsgefahr gebannt war, geleitete der Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ die beiden Segler durch die schwere See. Erst gegen 7 Uhr morgens sei der Verband mit den stark erschöpften Seglern – einem Franzosen und einem Belgier – im Hafen von Hooksiel auf der ostfriesischen Halbinsel eingetroffen, hieß es.

Baggerschiff manövrierunfähig: Nächster Einsatz kurz danach

Die Seenotretter der Freiwilligenstation Wangerooge mit dem Baggerschiff im Schlepp: Das Schiff befand sich fast unmittelbar vor der Hafeneinfahrt der Nordseeinsel.Vergrößern des Bildes
Die Seenotretter der Freiwilligenstation Wangerooge mit dem Baggerschiff im Schlepp: Das Schiff befand sich fast unmittelbar vor der Hafeneinfahrt der Nordseeinsel. (Quelle: Die Seenotretter – DGzRS)

Schon wenige Stunden später waren die Seenotretter der Freiwilligenstation Wangerooge erneut im Einsatz: Ein Saug- und Hopperbagger war manövrierunfähig geworden und benötigte dringend Hilfe.

Das Schiff hatte vor der Hafeneinfahrt von Wangerooge einen Maschinenschaden und drohte abzutreiben und aufzulaufen. Die Seenotretter nahmen mit ihrem rund zehn Meter langen Seenotrettungsboot das fast fünfmal so lange Baggerschiff auf den Haken. „Mit ihren 380 PS gelang es, die rund 550 Tonnen schwere ‚Anke‘ in den Hafen zu schleppen und an die Pier zu legen“, teilte die DGzRS anschließend mit.

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