E-Mail aufgetaucht

Wurde Andrew endgültig der Lüge überführt?


Aktualisiert am 05.02.2026 – 13:08 UhrLesedauer: 2 Min.

Andrew Mountbatten-Windsor: Sein Name taucht mehrfach in den jüngst veröffentlichten Gerichtsdokumenten im Fall Epstein auf. (Quelle: Danny Lawson – WPA Pool/Getty Images)

Andrew Mountbatten-Windsor dementiert die Missbrauchsvorwürfe gegen ihn bis heute. Doch nun bringt ihn ein weiteres Detail in Bedrängnis.

Wurde Andrew Mountbatten-Windsor endgültig seiner Lüge überführt? Der ehemalige britische Prinz ist tief in den Fall Jeffrey Epstein verstrickt. Die beiden Männer sollen nicht nur Freunde gewesen sein. Andrew soll innerhalb von Jeffrey Epsteins Missbrauchsring Täter gewesen sein. Sein bekanntestes mutmaßliches Opfer: Virginia Giuffre. Andrew soll sie, als sie 17 Jahre alt war, vergewaltigt haben. Sie kämpfte bis zu ihrem Tod im vergangenen Jahr um Gerechtigkeit.

Virginia Giuffre stützte ihre Vorwürfe unter anderem mit einem Foto. Es zeigt Andrew, er hat den Arm um Virginia Giuffre gelegt. Im Hintergrund steht Ghislaine Maxwell, Jeffrey Epsteins Vertraute. Sie half dem Unternehmer, das System, bei dem junge Frauen und Mädchen missbraucht wurden, aufrechtzuerhalten. Sie sitzt aufgrund ihrer Taten derzeit eine Haftstrafe ab. Andrew behauptete jedoch schon vor Jahren, dass das gemeinsame Foto gefälscht sei. Er habe Virginia Giuffre nie getroffen, gab er an. Doch nun gibt es einen neuen Hinweis, der seine Aussage widerlegt.

In den jüngst von der US-Regierung veröffentlichten Epstein-Akten befindet sich eine E-Mail, die Ghislaine Maxwell 2015 an Jeffrey Epstein schickte. Es ist der „Entwurf einer Stellungnahme“, in dem sich die Society Lady gegen Anschuldigungen des sexuellen Missbrauchs wehrte. Der Name der Person, die die Vorwürfe erhebt, wurde in dem Dokument geschwärzt. Alles deutet jedoch darauf hin, dass es sich um Virginia Giuffre handelt.

In dem Statement erinnerte sich Ghislaine Maxwell, dass die Person als Masseurin für Jeffrey Epstein gearbeitet habe. Ab 1999 sei sie mit dem Geschäftsmann auch auf Reisen gewesen. Dazu heißt es: „2001 war ich in London, als [Name geschwärzt] eine Reihe Freunde von mir traf, inklusive Prinz Andrew. Es wurde ein Foto gemacht, vermutlich wollte sie es ihrer Familie und ihren Freunden zeigen.“

Für Virginia Giuffres Familie beweist diese E-Mail, dass die Verstorbene die Wahrheit über den Missbrauch erzählt hat. „Ich war einen Moment so überwältigt, weil ich mir wünsche, sie könnte das hier sehen. Sie hat so hart und so lange gekämpft und war trotzdem noch so stark“, sagte ihre Schwägerin Amanda Roberts dem BBC. Die Familie hofft weiterhin, dass man Andrew strafrechtlich verfolgen werde.

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