Tier streift durch Wohngebiet
Schulleiterin warnt vor Wolf im Ort
Aktualisiert am 10.09.2026 – 01:19 UhrLesedauer: 1 Min.
Wolfsalarm in Niedersachsen: Ein Tier wird gesichtet. Eine Schule schickt eine Meldung an die Eltern.
In der niedersächsischen Elbgemeinde Drochtersen ist am Dienstag ein Wolf durch die Straßen im Ortsteil Assel gelaufen. Das rief die Leiterin der örtlichen Grundschule auf den Plan. Sie schickte eine Warnung an die Eltern.
Wie das „Kreiszeitung Wochenblatt“berichtet, habe sie in einer Mitteilung geschrieben, dass in der Jahnstraße ein Wolf gesichtet worden sei. Nach Erkenntnissen der Polizei bestehe aber derzeit keine unmittelbare Gefahr. „Sie können selbstverständlich selbst entscheiden, ob Sie Ihr Kind nach dem Ganztag wie gewohnt nach Hause gehen lassen oder persönlich abholen“, zitiert die Zeitung aus dem Schreiben.
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Tier darf nicht erschossen werden
Die Polizei bestätigte der Zeitung einen entsprechenden Einsatz, habe aber den Wolf nicht zu Gesicht bekommen. Wegen des Vorfalls wurde auch die Jägerschaft des Landkreises alarmiert. Dieser lag ein Foto des Tiers vor, wie es durch eine Straße von Assel läuft. „Ich kann bestätigen, dass es sich auf dem Foto um einen Wolf handelt. Wir können aufgrund der Gesetzeslage so ein Tier jedoch nicht einfach erlegen“, sagte die Sprecherin Julia Seefried der Zeitung.
In Niedersachsen gibt es laut Landesjägerschaft 64 Wolfsrudel. Die Tiere nähern sich eher selten Ortschaften. Im März 2026 wurde allerdings in Hamburg eine Frau angegriffen und ins Gesicht gebissen. Daniel Beneke, Sprecher des Landkreises Stade, forderte, dass es erlaubt sein solle, Wölfe in Wohngebieten abzuschießen. „Wölfe gehören nicht auf Schulwege“, sagte er der „Bild“.