In Deutschland herrscht Wohnungsnot – doch zum ersten Mal seit Jahren gibt es ein Zeichen, das in die richtige Richtung weist. Nach drei Jahren rückläufiger Zahlen wurden im Jahr 2025 wieder mehr Wohnbauten genehmigt: insgesamt 238.500, ein Plus von knapp elf Prozent. Bauministerin Verena Hubertz sieht darin einen Beweis, „dass sich das Blatt im Wohnungsbau gewendet hat“. Die Lage auf dem deutschen Wohnungsmarkt bleibt jedoch weiterhin angespannt. Dies liegt daran, dass der Baubeginn und die Fertigstellung nach Erteilung der Baugenehmigung häufig sehr lange dauern und die Nachfrage in den meisten Städten das Angebot übersteigt.

Trotz steigender Baugenehmigungen geht die Branche davon aus, dass im Jahr 2026 nur rund 200.000 Gebäude fertiggestellt werden – deutlich weniger als benötigt. Vielerorts scheint der Markt gelähmt zu sein: Ein Umzug wird zu einem riskanten Unterfangen, da ein neues Zuhause tendenziell deutlich teurer ist als das alte. Für Familien mit Kindern stellt die Wohnungs- oder Haussuche eine besondere Herausforderung dar, während allein lebende ältere Menschen oft in zu großen Immobilien bleiben, weil kleinere Alternativen nicht verfügbar oder unbezahlbar sind.

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