Nuss und Frucht
Warum heißt Studentenfutter eigentlich Studentenfutter?
Aktualisiert am 25.02.2026 – 15:32 UhrLesedauer: 3 Min.
Studentenfutter ist eine Mischung aus Nüssen und Trockenfrüchten. Doch ist der Snack gesund? Und woher kommt seine Bezeichnung?
Studentenfutter ist Nervennahrung, die ordentlich Energie liefert. Die Bezeichnung geht bis in das 17. Jahrhundert zurück. Ursprünglich bestand Studentenfutter aus Rosinen und Mandeln. Später wurden der Mischung noch weitere Trockenfrüchte und andere Nüsse hinzugefügt, zum Beispiel Cashewkerne, Walnüsse, Erdnüsse, Haselnüsse oder Paranüsse.
Als „Schleckerey deutscher Gymnasiasten und Burschen“ war das Studentenfutter vor allem finanziell bessergestellten Menschen vorbehalten. Das lag an den enthaltenen Mandeln, die damals relativ teuer waren. Auch Studenten zählten zu der gesellschaftlichen Oberschicht, denn nur der Nachwuchs reicher Eltern konnte es sich damals leisten, an die Universität zu gehen.
Dort sollen sie Rosinen und Mandeln gerne zum Lernen geknabbert haben. Zudem schrieben sie besonders den Mandeln eine hilfreiche Wirkung gegen einen Kater zu – so entstand der Name Studentenfutter.
Die Bezeichnung ist nicht geschützt. Daher gibt es mittlerweile auch vielfältige Varianten der Nuss-Frucht-Mischung, zum Beispiel mit exotischen Früchten und unterschiedlich großen Anteilen der einzelnen Nusssorten.
Die Knabberei soll die Denkleistung tatsächlich beflügeln können. Durch den hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, Vitamin B und Magnesium in den Nüssen wird die Konzentration gesteigert. Der Fruchtzucker erhöht die Leistungsfähigkeit. Nüsse sind sehr gute Energiebringer. Als Snack hält Studentenfutter so länger vor als ein Schokoriegel. Heißhungerattacken werden dadurch seltener. Kein Wunder, dass Studentenfutter mittlerweile auch außerhalb der Universitäten als sogenanntes Brainfood beliebt ist.
Studentenfutter ist aber auch eine Kalorienbombe: Je nach Mischung sind etwa 570 Kilokalorien in 100 Gramm Studentenfutter enthalten. Das ist ähnlich viel wie in einer Tafel Nussschokolade. Zu erklären ist das durch den hohen Fettgehalt der Nüsse. Allerdings handelt es sich dabei um ungesättigte Fettsäuren, die eine positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel haben und außerdem Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen können.
100 Gramm der Knabbermischung enthalten darüber hinaus durchschnittlich 17 Gramm Eiweiß, 30 Gramm Kohlenhydrate und 30 Gramm Fett. Die enthaltenen Ballaststoffe haben eine positive Wirkung auf die Verdauung. Außerdem finden sich im Studentenfutter auch viele wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.
Kalium unterstützt den Wasserhaushalt, Kalzium stärkt die Knochen und Magnesium beugt Muskelkrämpfen vor. Dadurch eignet sich die Mischung auch für Läufer und andere Sportler. Die Vitamine A und E wirken als Antioxidantien. Wer abnehmen möchte, sollte beim Studentenfutter zwar sparsam sein. Dennoch stellt es eine gesunde Alternative zu Chips und Schokolade dar.











