Teurer Fehler
Hier verschenken Sie beim Tanken viel Geld
Aktualisiert am 24.02.2026 – 12:02 UhrLesedauer: 2 Min.
Die meisten Autofahrer tanken viel zu teuer. Denn eine Sorte ist deutlich billiger als das normale Superbenzin. Wer darf sie nutzen – und wer nicht?
Wer an der Tankstelle zu Super E5 statt E10 greift, zahlt drauf: Rund sechs Cent pro Liter beträgt der Preisunterschied im Schnitt. E10 enthält bis zu zehn Prozent Bioethanol – ein Alkohol, der aus nachwachsenden Rohstoffen wie Getreide oder Zuckerrüben gewonnen wird. Trotz des Preisvorteils bleibt der Kraftstoff bei vielen Autofahrern unbeliebt.
Die Sorge vor Schäden ist in den meisten Fällen unbegründet. Laut Verband der Automobilindustrie vertragen 99 Prozent der deutschen Benziner den Sprit ohne Probleme.
Als Faustregel gilt: Wurde Ihr Auto im Jahr 2010 oder später gebaut, ist E10 mit hoher Wahrscheinlichkeit sicher. Bei älteren Modellen hilft ein Blick in die Freigabeliste des Herstellers oder eine kurze Nachfrage in der Werkstatt.
Wer jedoch ein Fahrzeug ohne ausdrückliche Freigabe besitzt, sollte die Finger von E10 lassen. Hier kann bereits eine einzige Tankfüllung schwere Schäden anrichten.
Das Problem: Unter hohem Druck und bei großer Hitze wirkt der Alkoholanteil wie Säure auf Aluminiumbauteile. Er zerfrist das Metall in Kraftstoffpumpen und Einspritzsystemen, bis Leitungen undicht werden. Zudem greift der Sprit Dichtungen, Schläuche und Tankbeschichtungen an. Das Gummi quillt auf oder wird spröde. Im schlimmsten Fall drohen gefährliche Leckagen im Kraftstoffsystem oder ein Motorbrand.
Nicht nur die Wahl des Kraftstoffs schont den Geldbeutel, sondern auch die Fahrweise. Schon einfache Strategien senken den Verbrauch spürbar. Eine goldene Regel lautet: „Früh hochschalten, spät herunterschalten“. Wer diesen Rhythmus verinnerlicht, spart bei jeder Fahrt. Hier erfahren Sie zehn TÜV-Tipps, die sofort den Verbrauch senken.
