Busse und Bahnen stehen still

Verdi ruft am Dienstag wieder zu Warnstreiks im Nahverkehr auf

21.02.2026 – 14:47 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Gewerkschaft Verdi ruft zu weiteren Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr auf. Betroffen sind: Frankfurt, Wiesbaden, Kassel, Marburg und Gießen (Symbolbild). (Quelle: Tom Weller/dpa/dpa-bilder)

Verdi hat für Dienstag zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. Bei dem Konflikt geht es auch um geplante Kürzungen bei Zulagen und der Krankengeldaufstockung.

Die Gewerkschaft Verdi hat im Tarifkonflikt der kommunalen Verkehrsbetriebe zu weiteren ganztägigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Betroffen sind am Dienstag die Verkehrsunternehmen in Frankfurt, Wiesbaden, Marburg, Kassel und Gießen.

Der Streik beginnt laut Verdi jeweils mit der Frühschicht und dauert bis zum Ende der letzten Schicht, auch wenn diese bis zum Folgetag dauern sollte.

Zu den betroffenen Betrieben zählen die Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF), die Stadtwerke Gießen, die Marburger Verkehrsgesellschaft (MVG), die Kasseler Verkehrsbetriebe (KVG) und die Wiesbadener ESWE Verkehr. Pendler müssen sich auf erhebliche Einschränkungen einstellen.

Die Warnstreiks richten sich nach Angaben der Gewerkschaft gegen Bestrebungen der Arbeitgeberseite, bei tariflich vereinbarten Zulagen zu sparen. Konkret wollten die Arbeitgeber eine tariflich vereinbarte Zulage zur Mitarbeitergewinnung mit künftigen Tariferhöhungen verrechnen, teilte Verdi mit. Zudem solle eine seit Langem gültige Aufstockung des Krankengelds gekürzt werden.

„Wir machen jetzt nochmal Druck mit dem weiteren hessenweiten Streik“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel laut der Mitteilung. Bei den Verhandlungen am Tag darauf erwarte die Gewerkschaft von den Arbeitgebern, dass sie von ihren Vorhaben ablassen.

Die ÖPNV-Verhandlungen werden von Verdi gleichzeitig in allen Bundesländern geführt. In Hessen geht es nicht um die Gehälter der Beschäftigten, sondern um die Arbeitsbedingungen nach dem Manteltarifvertrag. Bei der nächsten Verhandlungsrunde am 25. Februar soll es schwerpunktmäßig um die Eingruppierung von Tätigkeiten gehen, wie Verdi-Gewerkschaftssekretär Koppel sagte.

In Kassel und in Teilen des Umlands müssten Fahrgäste am Dienstag mit erheblichen Einschränkungen im ÖPNV rechnen, kündigte die KVG bereits an. Nach aktuellem Stand würden weder Busse noch Trams der KVG fahren. Auch die Bahnen der RegioTram Gesellschaft (RTG) seien betroffen, da die Arbeitsniederlegung auch die KVG-Abteilungen Leitstelle und Werkstatt umfasse.

Im Stadtgebiet Kassel stehen laut der KVG als Ausweichmöglichkeiten verschiedene regionale Bus- und Zugverbindungen zur Verfügung, die unabhängig vom Warnstreik verkehren. Die RTG stelle voraussichtlich gemeinsam mit ihren Partnerunternehmen ein Ersatzangebot bereit, hieß es.

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