„1.000 Ratschläge aus Deutschland“

Söder warnt DFB vor WM: „So wenig Politik wie möglich“


17.03.2026 – 09:37 UhrLesedauer: 3 Min.

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Lothar Matthäus und Markus Söder: Der Weltmeisterkapitän von 1990 und der bayerische Ministerpräsident trafen sich bei der Kinopremiere der WM-Doku in München. (Quelle: IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON/imago)

Markus Söder warnt den DFB vor politischen Debatten bei der WM – und zieht Parallelen zum Turnier in Katar. Für Bundestrainer Nagelsmann hat er konkrete Tipps.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat den Deutschen Fußball-Bund davor gewarnt, sich bei der Weltmeisterschaft im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko in weltpolitische Debatten einzuschalten.

„Mein Rat: so wenig Politik wie möglich. Wir haben das jetzt einmal in Katar erfolglos gemacht. Nicht zweimal bitte“, sagte Söder am Montagabend am Rande der Kinopremiere der Dokumentation „Ein Sommer in Italien – WM 1990“ in München zu t-online.

„Ansonsten wird es schon ein bisschen kompliziert, weil es über drei Länder ist. Das sind alles drei riesige Länder, Mexiko, USA und Kanada“, sagte Söder. „Insofern: die Wege, die Klimaunterschiede – ob das so eine tolle Idee war, das dorthin zu vergeben? Aber das ist egal. Das jetzt entschieden.“ Und weiter: „Und ich wünsche sehr, dass die Mannschaft diesmal frei aufspielen kann und nicht wieder 1.000 politische Ratschläge aus Deutschland bekommt.“

Auch aus sportlicher Sicht hat der bayerische Ministerpräsident klare Vorstellungen und Erwartungen an die deutsche Nationalmannschaft bei der WM. Söder gab Bundestrainer Julian Nagelsmann im Gespräch mit t-online sogar konkrete Tipps für die Nominierung seines WM-Kaders. „Meine Empfehlung ist, so viel FC Bayern wie möglich, weil die sind eingespielt und sind die beste Mannschaft in Deutschland“, sagte Söder. „Es ist, glaube ich, ein Fehler, nicht viel FC Bayern zu nehmen. Deutschland war immer am besten, wenn es Blöcke gab.“

Was die möglichen Titelchancen der deutschen Mannschaft bei der WM angeht, gab sich der 59-Jährige zurückhaltend. „Die Vorrunde überstehen wäre schon ein großer Fortschritt nach den letzten Malen“, sagte Söder. „Wenn die Vorrunde überstanden wird, wer weiß, wie es dann wird. Aber keine Gegner unterschätzen.“

Er erinnerte anlässlich der Premiere des Films zum WM-Titel 1990 an das Auftaktspiel, das „prägend für die ganze WM“ gewesen sei. „So soll es auch diesmal sein. Hoffentlich klappt es.“ Das DFB-Team startet am 14. Juni um 16 Uhr mit dem Spiel gegen Curaçao in das Turnier.

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