Regisseur entschuldigt sich
Wim Wenders schneidet Nacktszene aus Film
31.07.2026 – 18:51 UhrLesedauer: 2 Min.
Seit langer Zeit schwelt ein Streit zwischen Wim Wenders und Nastassja Kinski. Es geht um eine Nackaufnahme in einem alten Film. Nun hat der Regisseur eingelenkt.
Vor mehr als 50 Jahren entstand ein Film, der seit einiger Zeit wieder hoch brisant geworden ist. Gemeint ist „Falsche Bewegung“ von 1975. Der deutsche Regisseur Wim Wenders verfilmte damals ein Drehbuch des Autors Peter Handke. Was nun aber für Gesprächsstoff sorgt, ist etwas anderes. Denn eine der Rollen spielte die damals 13-jährige Nastassja Kinski.
In dem Werk findet sich auch eine Szene, in der die Teenagerin mit nacktem Oberkörper von einem erwachsenen Mann geohrfeigt und gestreichelt wird. Diese Szene beschäftigte Nastassja Kinski noch lange. Sie forderte Wim Wenders im Jahr 2014 auf, diese Szene herauszuschneiden und wiederholte diese Forderung mehrfach. Lange Zeit lehnte der Regisseur ihren Wunsch ab. Bis jetzt.
Wim Wenders entschuldigt sich
Die Wim Wenders Stiftung veröffentlichte nun eine gemeinsame Erklärung des 80-jährigen Wim Wenders und Nastassja Kinski. „Wir haben unsere Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit dem Film ‚Falsche Bewegung‘ beigelegt“, heißt es darin. „Wim Wenders hat sich bei Nastassja Kinski entschuldigt und ist ihrem Wunsch nachgekommen, die von ihr beanstandete Szene aus dem Film zu schneiden.“

Die zwei Filmschaffenden setzen in diesen Schritt eine große Hoffnung. „Beide verbindet der Wunsch, dass die Erinnerung an den Film künftig nicht länger von diesem Konflikt überschattet wird und auch der lange freundschaftliche Umgang wiederhergestellt wird.“
Der Film „Falsche Bewegung“ wurde nach seinem Erscheinen ein großer Erfolg: Im Jahr 1975 wurde er in sieben Kategorien mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Für Wim Wenders gab es die Trophäe als bester Regisseur des Jahres; Peter Handke wurde für sein Drehbuch ausgezeichnet. Außerdem gab es Darstellerpreise für die gesamte männliche und weibliche Besetzung. Für die heute 65-jährige Nastassja Kinski war der Film ein Grundstein für ihre internationale Kinokarriere.










