Wildschwein wütet in Markt
Polizei riegelt Einkaufszentrum ab
13.03.2026 – 13:40 UhrLesedauer: 2 Min.
In Berlin steht plötzlich ein Wildschwein in einem Markt – und die Polizei rückt zur Gefahrenabwehr an. Ein Einkaufszentrum wird abgesperrt.
Die Berliner Polizei ist am Freitagmorgen zu einem ungewöhnlichen Einsatz nach Köpenick gefahren. Ein Wildschwein war in einen Tedi-Markt eingedrungen.
Gegen 9 Uhr sei das Wildschwein mit einem lauten Rumms gegen den Haupteingang eines Shopping-Centers gerannt, berichtete der „Tagesspiegel“. Die Glastür sei zersprungen, aber die Schiebetür habe sich automatisch geöffnet. Das Tier sei daraufhin ins Center gelaufen und habe sich dort direkt in den Tedi-Markt begeben. Auf einem von der Polizei veröffentlichten Foto ist zu sehen, wie es im Kassenbereich umherläuft.
Die Polizei kam und räumte „zur Gefahrenabwehr“ das Allende-Center, in dem sich außer dem Tedi noch mehr als 30 andere Shops befinden. Die Absperrung sei „mit Augenmaß“ vorgenommen worden, sagte ein Polizeisprecher t-online. „Es ging darum, zu verhindern, dass das Wildschwein in den fließenden Verkehr rennt.“
Um das Tier wieder einzufangen, wurden der Berliner Stadtjäger und eine Tierärztin des Tierparks Berlin ins Allende-Center samt Blasrohr und Narkosegewehr gerufen. Doch im verwinkelten Tedi-Markt erwies es sich als nicht möglich, das Schwein zu betäuben.
Polizeibeamte bauten daraufhin einen Fluchttunnel aus Europaletten auf, durch den das Tier durch eine Nebentür in den benachbarten Volkspark gescheucht werden sollte. Das Vorhaben glückte: Zwei Beamte trieben das Tier mit Schildern vor sich her und aus dem Zentrum heraus.
Um kurz vor 12 Uhr war das Wildschwein wieder in freier Wildbahn: Zurück ließ es dem „Tagesspiegel“ zufolge allerdings einen strengen Geruch – und Chaos: In seiner Panik habe das Tier auch mehrere Regale leer gefegt, hieß es.
