Farbspiel in Bayern
Wildbach leuchtet plötzlich in Neonfarbe
Aktualisiert am 03.11.2025 – 08:55 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Wildbach in Oberbayern hat sich über Hunderte Meter neongelb bis -grün verfärbt. Die Feuerwehr rückte mit Polizei und Experten an.
Der Lainbach bei Kochel am See im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen hat sich am Samstagmittag auf mehreren hundert Metern plötzlich in Neonfarben verfärbt – vermutlich durch eine Flüssigkeit, die in den Bach geleitet wurde. Die Feuerwehr rückte mit einem geländegängigen Fahrzeug an, sicherte Proben und koordinierte den Einsatz mit Polizei und Fachbehörden.
Gegen 13 Uhr hatte die Polizei Kochel die Feuerwehr über das auffällige Farbspiel im Bereich der Lainbachfälle informiert. Beim Eintreffen vor Ort war der Bergbach laut Feuerwehr bereits deutlich sichtbar verfärbt.
Die Feuerwehr veröffentlichte auf Facebook Bilder von dem leuchtenden Wasser. Zahlreiche Wanderer verfolgten das ungewöhnliche Schauspiel – ein greller Kontrast zum sonst klaren Wasser des Alpenbachs.
Wie die Feuerwehr in ihrer Einsatzmeldung schreibt, wurden umgehend aktuelle Bilder an die Kreisbrandinspektion Bad Tölz-Wolfratshausen übermittelt. Über diese liefen die Informationen weiter an das Wasserwirtschaftsamt, den Fachberater ABC sowie die Flussmeisterstelle.
„Nach gemeinsamer Einschätzung aller Fachstellen handelt es sich nicht um eine gefährliche Substanz, sondern um eine unbedenkliche Flüssigkeit, die von Unbekannten in den Bach eingebracht wurde“, heißt es in der offiziellen Mitteilung. Gemeinsam mit der Polizei lokalisierten die Einsatzkräfte die mutmaßliche Einleitungsstelle und entnahmen Wasserproben zur weiteren Analyse. Um welche Substanz es sich handelt, ist bislang nicht klar.
Die auffällige Färbung habe sich laut Feuerwehr bachabwärts fortgesetzt – mit einem Hinweis: „Da der Lainbach im Bereich der Firma Dorst in den Kochelsee mündet, kann dort ebenfalls neongelb gefärbtes Wasser sichtbar sein.“
Eine akute Gefahr für Menschen, Tiere oder Umwelt bestehe nach aktuellem Kenntnisstand nicht. Der Einsatz war nach rund 90 Minuten beendet. Die Polizei ermittelt nun die Hintergründe.











