Ministerium rät zur Impfung
Deutsche Stadt meldet Anstieg von Infektionskrankheit
06.08.2026 – 08:57 UhrLesedauer: 1 Min.
In Wiesbaden wurde ein klarer Anstieg der Keuchhustenfälle verzeichnet. Vor allem eine Bevölkerungsgruppe ist betroffen.
Das Gesundheitsamt Wiesbaden hat in den vergangenen Wochen einen Anstieg von Keuchhusten-Fällen verzeichnet. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, sind vor allem Kinder im Alter von bis zu neun Jahren betroffen. Die meisten der Erkrankungen seien bisher mild verlaufen.
Wie aus Zahlen des hessischen Gesundheitsministeriums hervorgeht, ist Wiesbaden die einzige Kommune in Hessen mit einer ersichtlichen Häufung der registrierten Fälle. Das Gesundheitsamt empfiehlt, den Impfstatus zu überprüfen und bei anhaltendem Husten zum Arzt zu gehen.
- Sechs Passagiere festgenommen: Durchsage auf Kreuzfahrtschiff schockiert Gäste
- Täter flüchtig: Schüsse auf Mercedes vor Lidl-Filiale
Stadt sieht Gründe für Anstieg
Die Ursache für den aktuellen Anstieg der Fallzahlen ist nach Angaben der Wiesbadener Stadtverwaltung derzeit nicht abschließend geklärt. „Keuchhusten tritt jedoch regelmäßig in Wellen auf, meist im Abstand von vier bis sechs Jahren“, hieß es. Zudem würden bei erhöhter Aufmerksamkeit mehr Kontaktpersonen getestet, sodass auch Infektionen mit nur leichten Symptomen oder ohne Symptome häufiger erkannt und gemeldet würden.
Keuchhusten (Pertussis) ist eine bakterielle Infektionskrankheit der Atemwege, die beim Husten oder Niesen durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen wird. Typische Beschwerden sind zunächst Schnupfen, leichter Husten und allgemeine Abgeschlagenheit. Im weiteren Verlauf können über mehrere Wochen anhaltende, krampfartige Hustenanfälle auftreten.
Eine Impfung schützt vor schweren Krankheitsverläufen und trägt dazu bei, besonders gefährdete Menschen vor einer Ansteckung zu schützen. Dazu zählen etwa Neugeborene und Säuglinge.
