1. FC Köln
Wieder Elfmeter-Ärger: Kwasniok will nicht länger schweigen
15.02.2026 – 07:19 UhrLesedauer: 2 Min.
Der 1. FC Köln fühlt sich beim VfB Stuttgart (1:3) erneut um einen Elfmeter gebracht. Lukas Kwasniok klagt: „Wir kriegen einfach keine Kann-Elfmeter.“
Es läuft die 7. Spielminute am Samstagabend zwischen dem VfB Stuttgart und dem 1. FC Köln. Die Geißböcke greifen über die linke Seite an. Eine Flanke von Kristoffer Lund findet im Strafraum den kopfballstarken Ragnar Ache. Oder zumindest hätte der Ball den Kopf des FC-Angreifers gefunden, hätte Maximilian Mittelstädt nicht etwas dagegen gehabt.
Der deutsche Nationalspieler ging gar nicht erst zum Kopfball, er war zu weit weg positioniert und hinter Ache in ungünstiger Position. Doch der Linksverteidiger drückte dem FC-Stürmer in dessen Sprungbewegung den Arm in den Rücken und brachte Ache so aus dem Gleichgewicht. Schiedsrichter Robert Hartmann ließ weiterspielen, Videoassistent Guido Winkmann griff nicht ein. So blieb der Elfmeterpfiff aus.
Für FC-Trainer Lukas Kwasniok eine Fehlentscheidung. „Elfmeter!“, sagte der FC-Trainer hinterher auf der Pressekonferenz. „Es war kein Muss-Elfmeter, aber wir kriegen einfach keine Kann-Elfmeter.“ Wie schon in der Vorwoche im Heimspiel gegen RB Leipzig, als Ache im Strafraum gefoult worden war, blieb den Geißböcken auch in Stuttgart ein Strafstoß verwehrt. „Das war letzte Woche noch viel klarer. Jetzt muss der VAR nicht eingreifen, aber für mich ist es ein zu heftiger Stoß. Reggie hatte die klar bessere Position.“
So sah es auch der FC-Stürmer. Ache traf zwar später zum zwischenzeitlichen 1:1. Ein früher Elfmeterpfiff hätte den Geißböcken aber die Möglichkeit gegeben, beim VfB in Führung zu gehen. „Ich kriege einen Schubser von hinten, und wenn man gerade zum Kopfball hochgeht, ist man dann in 100 von 100 Fällen aus der Balance“, sagte Ache. „Wenn er das nicht macht, komme ich zum Ball.“
Für Ache auch ein Problem, weil Schiedsrichter in der Bundesliga mit zweierlei Maß messen würden. „Das ist eine komische Diskussion, weil der Schiedsrichter das Foul außerhalb des Strafraums geben würde. Im Sechzehner gibt er es aber nicht.“ So sah sich der FC einmal mehr in dieser Saison in einer Elfmeter-Frage benachteiligt.
Und die Statistiken geben Köln durchaus Recht zur Klage. Nur eine Mannschaft hat in dieser Bundesliga-Saison weniger Elfmeter erhalten als der FC. Der 1. FC Heidenheim durfte noch kein einziges Mal vom Punkt ran, der FC und Augsburg erst einmal. Der FC Bayern hingegen bekam bereits neun Strafstöße zugesprochen, FC-Konkurrenz Mainz 05 acht, Erzrivale Gladbach, Freiburg und Dortmund deren sechs.
„Ich werde so lange darüber erzählen, bis wir mal einen bekommen“, kündigt Kwasniok nach der 1:3-Niederlage in Stuttgart mit einem gequälten Lächeln an. Kurios: Der einzige FC-Elfmeter in dieser Saison war nicht berechtigt. Er resultierte in Mönchengladbach aus einem harmlosen Schubser – gegen Ache. Mittelstädts Schubser am Samstag in Stuttgart war deutlich stärker und hätte demzufolge ebenfalls als Strafstoß gewertet werden müssen.
