Schmerzhafter Handynacken

Wie Smartphones zu Schulter- und Nackenverspannungen führen


Aktualisiert am 14.03.2026 – 07:46 UhrLesedauer: 3 Min.

Die übermäßige und falsche Belastung der Halswirbelsäule beim Blick aufs Smartphone kann zu Schmerzen im Schulter- und Nackenbereich führen. (Quelle: Jacob Wackerhausen/getty-images-bilder)

Rund 2,5 Stunden pro Tag schauen die Deutschen im Durchschnitt aufs Handy. Viele haben Nackenschmerzen. Warum Smartphones zu Verspannungen führen.

Akute Nackenschmerzen sind weitverbreitete Beschwerden. Schätzungen zufolge hat etwa jeder dritte Mensch einmal im Jahr damit zu tun, Frauen öfter als Männer. Viele plagen auch verspannte Schultern. Überlastung gehört zu den häufigsten Ursachen. Die Smartphonenutzung trägt einen bedeutenden Teil dazu bei.

Nackenschmerzen und verspannte Schultern kennen viele. Besonders nach einem langen Tag am Computer oder nach intensiver Smartphonenutzung machen sich häufig Beschwerden bemerkbar. In den meisten Fällen sind akute Nackenschmerzen zwar unangenehm, aber kein Grund zur Sorge. Häufig klingen die Beschwerden nach ein bis zwei Wochen wieder ab – besonders, wenn die Nacken- und Schulterpartie entspannen kann und Betroffene die Bildschirmzeit reduzieren.

Zu den häufigsten Ursachen akuter Nackenschmerzen gehören:

Nackenschmerzen weisen eher selten auf eine ernste Ursache hin. Zu einem Arzt sollten Betroffene gehen, wenn die Nackenschmerzen infolge eines Unfalls auftreten. Dann können Verletzungen der Wirbelsäule ursächlich sein. Auch ausgeprägte und möglicherweise in die Arme ausstrahlende Schmerzen sowie begleitende Symptome wie Nervenstörungen und Lähmungserscheinungen sollten immer ärztlich abgeklärt werden. Dann ist womöglich ein Bandscheibenvorfall der Auslöser. Oftmals treten Nacken- und Schulterschmerzen auch durch einen altersbedingten Verschleiß auf.

Experten sprechen von einem „Handynacken“, wenn die Nacken- und Schulterschmerzen auf die Smartphonenutzung zurückzuführen sind. Der Handynacken entsteht, wenn Betroffene stundenlang mit herabhängendem Kopf und damit in einer unnatürlichen Haltung auf das Handy schauen. Die Belastung der Halswirbelsäule ist umso stärker, je mehr der Kopf nach vorn geneigt wird. Statt vier bis sechs Kilogramm Kopfgewicht wirkt dann schnell das Gewicht eines Wasserkastens auf Nacken und Rücken ein.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU) ist beim Blick auf das Handy der Kopf meist um über 45 Grad geneigt. In einem solchen Fall würden Kräfte von über 20 Kilogramm auf Muskeln, Sehnen und Bandscheiben einwirken. Je öfter und länger diese unnatürliche und belastende Haltung anhält, etwa durch mehrstündiges Lesen eines E-Books oder das Arbeiten am Smartphone, desto intensiver müssten die Nacken- und Schultermuskeln arbeiten. Die Muskulatur ermüdet dadurch, verhärtet sich und kann auf Dauer verspannen. Schmerzen im Schulter-Nacken-Bereich, Kopfschmerzen und Verschleißerscheinungen sind die Folgen.

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