Drei simple Regeln

Wie Sie Schaltjahre schnell berechnen können


Aktualisiert am 28.02.2020Lesedauer: 3 Min.

Kalenderblatt: Warum hat in einem Schaltjahr ausgerechnet der Februar 29 Tage? (Quelle: epd/imago-images-bilder)

Wer an einem 29. Februar Geburtstag hat, kann seinen Ehrentag nicht so oft begehen wie andere. Doch wie lässt sich ermitteln, in welchem Jahr die Party steigen kann? Eine einfache Anleitung.

Was ist ein Schaltjahr?

Der gregorianische Kalender, nach dem sich die Zeitrechnung in weiten Teilen der Erde richtet, teilt das Jahr in 365 Tage auf. Doch etwa alle vier Jahre wird dem Jahr Ende Februar ein Tag hinzugefügt. Statt 28 Tagen dauert der kürzeste Monat des Jahres dann 29 Tage an. So ein Jahr heißt dann Schaltjahr und dauert 366 Tage.

Warum gibt es Schaltjahre?

Wie lange ein Jahr dauert, hängt davon ab, wie lange die Erde benötigt, um die Sonne vollständig zu umrunden. Dazu braucht sie etwa 365 Tage, fünf Stunden, 48 Minuten und 45 Sekunden. Diese Zeit wird als astronomisches oder tropisches Jahr bezeichnet.

Die Erde benötigt für die Umrundung demnach 365,24 Tage, also beinahe einen Vierteltag länger als ein gewöhnliches Kalenderjahr. Um den Zeitüberschuss auszugleichen, wird alle vier Jahre ein zusätzlicher Tag am 29. Februar zwischengeschaltet – ein sogenannter Schalttag. Ein solches Jahr hat dann 366 Tage.

Umrundung der Sonne: Die Erde benötigt dafür etwas länger als 365 Tage. (Quelle: MARK GARLICK/SCIENCE PHOTO LIBRARY/getty-images-bilder)

Drei Regeln: Wie Sie Schaltjahre berechnen

Regel 1: Schaltjahre sind durch vier teilbar.

Allerdings sind Schalttage alle vier Jahre etwas zu viel Ausgleich, das astronomische und das kalendarische Jahr werden damit nicht vollständig synchronisiert. Aus diesem Grund fallen alle Schaltjahre aus, die sich durch 100 teilen lassen – wie beispielsweise Jahrhundertwenden.

Regel 2: Ist das Jahr durch 100 teilbar, dann ist es kein Schaltjahr.

Eine Ausnahme gibt es jedoch: Jahre, die sich zwar durch 100 aber auch durch 400 teilen lassen, sind dennoch Schaltjahre. Aus diesem Grund war das Jahr 2000 ein Schaltjahr. Insgesamt wird also dreimal in 400 Jahren ein Schaltjahr übersprungen – zuletzt 1900.

Regel 3: Ist das Jahr durch 400 teilbar, dann ist es trotzdem ein Schaltjahr.

Ist 2020 ein Schaltjahr?

2020 lässt sich durch vier teilen und ist damit ein Schaltjahr (Regel 1). Als letztes hatte 2016 einen 29. Februar, als nächstes ist 2024 ein Schaltjahr.

Warum liegt der Schalttag auf dem 29. Februar?

Wenn im Schaltjahr ein Tag hinzugefügt wird, wäre es dann nicht logisch, diesen an das Jahr anzuhängen? Dass der Schalttag dennoch an den Februar angefügt wird, hat einen ganz einfachen Grund: Im julianischen Kalender, der die Grundlage des heutigen gregorianischen Kalenders bildet, war der Februar der letzte Monat des Jahres.

Der Schalttag, der auch schon damals existierte, wurde ganz logisch an den letzten Monat des Jahres angehängt – und das war nun mal der Februar. Diese Regel gilt immer noch.

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