RSV-Infektion
Wie lange ist man ansteckend?
17.03.2026 – 14:05 UhrLesedauer: 2 Min.
RS-Viren sind sehr ansteckend und verbreiten sich schnell. Wer die Ansteckungsgefahr kennt, kann jedoch einiges tun, um sie möglichst gering zu halten.
Das respiratorische Synzytial-Virus (RSV) ist ein häufiger Auslöser von Atemwegsinfekten. Bei ansonsten gesunden Erwachsenen verläuft der Infekt überwiegend mild und macht sich allenfalls als leichte Erkältung bemerkbar. Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen erkranken jedoch häufig schwer daran. Für sie sind Schutzmaßnahmen gegen eine Ansteckung daher besonders wichtig.
Nach der Ansteckung mit RS-Viren dauert es meist zwei bis acht (im Durchschnitt fünf) Tage, bis die ersten Symptome auftreten (sogenannte Inkubationszeit). Aber schon vorher, nämlich etwa ein bis zwei Tage nach der Infektion, können Betroffene bereits andere Menschen anstecken.
Das bedeutet, auch Personen, die sich womöglich noch gesund fühlen, können die Krankheitserreger bereits weitergeben. Deswegen verbreiten sich RS-Viren leicht, insbesondere an Orten, wo es zu vielen Kontakten kommt (etwa Familien, Kitas, Schulen).
In der Regel hält die Ansteckungsfähigkeit bei einer RSV-Infektion etwa drei bis acht Tage an. Bei ansonsten gesunden Menschen klingt die Ansteckungsphase meist innerhalb einer Woche wieder ab.
Es gibt jedoch Ausnahmen: Früh- und Neugeborene, Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder Personen, bei denen die Immunabwehr mit Medikamenten unterdrückt wird, können RS-Viren über mehrere Wochen, vereinzelt über Monate ausscheiden. Sie bleiben damit entsprechend länger ansteckend.
Eine Erkrankung durch RS-Viren dauert in der Regel drei bis zwölf Tage. Typische Symptome sind anfangs Schnupfen, trockener Husten, Halsschmerzen und Fieber. Allerdings erweist sich der Husten mitunter als hartnäckig und kann deutlich länger bestehen bleiben (teilweise mehrere Wochen), auch wenn die Person dann nicht mehr ansteckend ist.
Wichtig zu wissen: Bei ansonsten gesunden Erwachsenen oder Jugendlichen verläuft ein RSV-Infekt nicht selten ohne spürbare Beschwerden. Betroffene können die Erreger dennoch weitergeben und andere anstecken.










