Schwer an Krebs erkrankt
Wie „Mighty Mouse“ Kevin Keegan zum HSV-Idol wurde
03.06.2026 – 21:30 UhrLesedauer: 3 Min.
Kevin Keegan ist schwer an Krebs erkrankt. Die HSV-Fans denken noch heute gerne an den Stürmer, der der erste Weltstar der Bundesliga war.
Noch heute ist der Respekt in Hamburg groß vor der „Mighty Mouse“, obwohl Kevin Keegan längst nicht mehr für den HSV aktiv ist. Von 1977 bis 1980 kickte der Brite für die Hamburger. Er war der erste Weltstar der Bundesliga, brachte den HSV auf Kurs für die erfolgreichsten Jahre der Vereinsgeschichte – und stürmte als Popstar sogar die Charts.
Anfang der 1970er-Jahre war der HSV keiner der absoluten Spitzenvereine Deutschlands. Mal wurde der Verein 14. und entging nur knapp dem Abstieg, mal wurde er Vierter und spielte wenigstens im Europapokal. Nach der großen Zeit von Uwe Seeler fehlte der Glanz der alten Tage.
Teuerster Transfer der Bundesliga
Ganz anders Kevin Keegan: Als Spielmacher des FC Liverpool ist der 1951 geborene Angreifer in sechs Jahren an fast 200 Toren beteiligt. Er gewinnt dreimal die englische Meisterschaft, zweimal den Uefa-Cup, jeweils einmal den FA-Cup und den Europapokal der Landesmeister. Den Spitznamen „Mighty Mouse“ bekam Keegan, weil er so klein, schnell und technisch stark war.
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So einer in der deutschen Bundesliga? Unvorstellbar. Dem HSV-Manager Peter Krohn gelang es trotzdem, Kevin Keegan für 2,3 Millionen D-Mark aus Liverpool an die Elbe zu lotsen. Damals der teuerste Transfer, den es in Deutschland jemals gegeben hatte.
Das erste Jahr läuft nicht rund. Kevin Keegan schoss nur zwölf Tore, hatte Schwierigkeiten, in Hamburg anzukommen. Der HSV wurde in der Liga nur Zehnter. Als Günter Netzer 1978 Manager der Hamburger wurde, soll Keegan ihn gleich an dessen ersten Tag um einen Wechsel gebeten haben. Netzer blieb standhaft und überredete Keegan, beim HSV zu bleiben.
Kevin Keegan macht den HSV zum Meister
Mit Erfolg: Allein in der Bundesliga schoss der Brite 17 Tore und den HSV damit zur Deutschen Meisterschaft. Für seine Leistungen bekam er 1978 und 1979 den „Ballon d’Or“ – und war damit offiziell der beste Fußballer der Welt.

HSV-Sponsor BP machte Kevin Keegan in der Werbung zu „Super Kevin“. In den Comic-ähnlichen Anzeigen kämpfte der kickende Superheld bereits Ende der 1970er-Jahre gegen die Energieverschwendung.










