Vitamine oder Schadstoffe
Wie gesund sind Früchtetees wirklich?
Aktualisiert am 08.01.2025Lesedauer: 5 Min.
Gerade in der kalten Jahreszeit trinken viele gern Tee. Besonders beliebt sind Früchtetees. Doch steckt hinter der Süße wirklich kein Zucker? Und wie viele Schadstoffe enthält das Getränk?
„Früchteparadies“, „Früchte-Genuss“ oder „Strawberry Cheesecake“: Sie klingen nicht nur lecker, die meisten Früchtetees schmecken auch gut. Doch kann zu viel Früchtetee auch schaden?
Früchtetee wird anders als beispielsweise grüner Tee nicht aus einer Teepflanze, sondern aus Blüten, Früchten, Pflanzen, Kräutern oder Wurzeln hergestellt. Früchtetee enthält dadurch kein Teein und dürfte streng genommen gar nicht als Tee bezeichnet werden. Früchtetees sind daher eigentlich „teeähnliche Erzeugnisse“.
Viele Früchtetees wurden ursprünglich für medizinische oder gesundheitsfördernde Zwecke hergestellt. Vor allem der hohe Vitamin- und Mineralstoffgehalt spielt dabei eine große Rolle.
Bei Früchtetee, ähnlich wie bei grünem, schwarzem oder Kräutertee, wird ein Teelöffel loser Tee pro Tasse empfohlen. Wollen Sie eine ganze Kanne Tee zubereiten, sind zwei Teelöffel ausreichend. Die Menge kann aber je nach Sorte variieren – zu starken Tee können Sie nachträglich mit Wasser verdünnen. Beuteltee hat nicht automatisch eine schlechtere Qualität: Hier sind die Früchte und Kräuter nur stärker zerkleinert.
Auch das Wasser, das Sie zum Teekochen verwenden, kann sich auf den Geschmack auswirken. Im Idealfall verwenden Sie daher weiches, kalkarmes Wasser. Früchtetee sollte immer mit siedendem Wasser aufgegossen werden. Das löst Aromastoffe und tötet eventuell vorhandene Keime. Anschließend sollte der Tee mindestens fünf Minuten ziehen – ist das Wasser nicht heiß genug oder zieht der Tee nicht lange genug, kann es sein, dass ungesunde Keimrückstände bleiben.
Während viele Früchte im frischen Zustand einen hohen Vitamingehalt haben, verlieren sie durch die Trocknung zum Tee viele Vitamine. Rohe Hagebutten enthalten beispielsweise etwa 1.500 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm. Im gekochten Tee sind es dann jedoch nur noch etwa drei bis zwölf Milligramm. Viele Tees enthalten daher künstlich zugesetzte Vitamine.
Besonders qualitativ hochwertige Früchtetees enthalten allerdings immer noch viele wichtige Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Polyphenole. Bei industrieller Verarbeitung kann es hingegen schnell passieren, dass gesunde Inhaltsstoffe verloren gehen.
Eine wichtige Rolle kommt dem Früchtetee außerdem bei der kalorienarmen Zufuhr von Flüssigkeit zu. Im Winter schafft der Tee es mit Gemütlichkeit und Wärme, dass Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Im Sommer überzeugt er oft als erfrischender Eistee.
Auch in Früchtetees wurden vereinzelt Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen. Besonders Tees mit Äpfeln und Apfelschalen, die in getrockneter Form aus China oder der Türkei importiert werden, enthalten oft Pestizid-Rückstände. Laut der Stiftung Warentest sind die meisten Früchtetees allerdings frei von Schadstoffen. Bisher ist jedoch nicht geklärt, welche gesundheitlichen Folgen Pestizide haben können. Daher sollten Sie zur Sicherheit darauf achten, dass Ihr Früchtetee möglichst pestizidfrei hergestellt wurde.










