Hamburg steht vor heikler Frage
Wolf greift Frau an – jetzt entscheidet sich sein Schicksal
31.03.2026 – 12:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Player wird geladen
Ein Wolf verletzt in Hamburg eine Frau im Gesicht und flüchtet danach bis in die Binnenalster. Ein in Deutschland bislang beispielloser Vorfall.
Nachdem am Montag eine Frau in Hamburg von einem Wolf angegriffen wurde, befindet sich das Tier mittlerweile in einem Wildpark. Das erklärte der Sprecher der Hamburger Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA), Alexander Fricke, auf Anfrage von t-online. Ob das Tier wieder in Freiheit komme, sei noch unklar, führte er aus. „Die Situation muss noch abschließend bewertet werden.“ Er rechnet mit einer Entscheidung im Laufe dieses Dienstags.
Das Tier griff übereinstimmenden Medienberichten zufolge an der Einkaufsmeile Große Bergstraße in Altona in der Nähe eines Ikea-Marktes an und verletzte die Frau dabei im Gesicht. Sie soll zuvor versucht haben, den Wolf von der Einkaufsmeile wegzuführen.
Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, habe die Frau eine Wunde am linken Mundwinkel und an der Wange davongetragen. Sie sei anschließend in ein Krankenhaus gebracht worden. BUKEA-Sprecher Fricke wollte hierzu keine Angaben machen. „Wir haben noch keine gesicherte Faktenlage“, erklärte er.
Nach dem Angriff flüchtete der Wolf durch die Hamburger Innenstadt und sprang schließlich in die Binnenalster. Polizisten konnten ihn schließlich mit einer Schlinge aus dem Wasser ziehen.
Man gehe „stark davon aus, dass es sich bei dem Vorfall von Montagabend um den Wolf handelt, der am Wochenende gesichtet wurde“, erklärte Fricke im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP.
Experten gehen laut der Nachrichtenagentur davon aus, dass es sich bei dem Tier höchstwahrscheinlich um einen Welpen handelt, der in der Abwanderungsphase von seinem Rudel ist. Die ungewohnte städtische Umgebung bedeutet für das Tier enormen Stress. Dass das Tier so weit in die Stadt vorgedrungen sei, ist laut der Umweltbehörde wahrscheinlich aus Versehen passiert.
