Datenschutz

Privatsphäre wahren: Wie funktioniert eine Blickschutzfolie fürs Handy?


22.04.2026 – 07:53 UhrLesedauer: 2 Min.

Mensch tippt auf Smartphone: Eine Sichtschutzfolie hindert andere am Mitlesen. (Quelle: Sebastian Kahnert/dpa/dpa-bilder)

Wer in der Öffentlichkeit sein Handy benutzt, läuft Gefahr, dass andere Personen aufs Display schauen. Dagegen helfen Blickschutzfolien. Ein Ratgeber.

Beim Thema Datenschutz auf dem Mobiltelefon agieren viele Nutzer fahrlässig. Sie telefonieren an öffentlichen Orten, wählen sich in offene WLAN-Netzwerke ein und achten zu selten darauf, ob fremde Menschen auf ihr Display schauen. Für alle diese Bereiche gibt es Tools und Gadgets, die die Privatsphäre schützen. Dazu zählen auch Blickschutzfolien.

Sichtschutzfolien sind im Handel für alle gängigen Handygrößen erhältlich. Sie können unkompliziert auf den Bildschirm geklebt werden. Aufgrund ihrer Oberflächenstruktur lassen sich die Inhalte darunter nur frontal anschauen. Wenn man seitlich auf das Smartphone schaut, sieht man lediglich eine schwarze Fläche.

Auf den sogenannten Privacy-Folien sind Lamellen im Abstand von etwa 60 Mikrometern angebracht. Das entspricht etwa 0,06 Millimetern. Für den Betrachter sind sie nicht erkennbar. Ihre Haupteigenschaft ist, dass sie bei seitlichem Lichteinfall stark lichtundurchlässig sind. Die Undurchlässigkeit nimmt mit zunehmendem Winkel ab.

Die Inhalte auf dem Handydisplay sind in der Regel bei Winkeln bis maximal 30 Grad noch erkennbar. In der Regel verlaufen die Rillen auf einer Achse – entweder horizontal oder vertikal. Es gibt aber auch Folien mit Lamellen in beide Richtungen. Sie schirmen das Display noch weiter ab.

Blickschutzfilter haben eine ähnliche Wirkung wie Panzerglasfolien. Sie schützen das Display auch, wenn es auf den Boden fällt oder andere Gegenstände darauf. Allerdings unterstützen die Folien eine häufig genutzte Funktion nicht: Der Fingerabdrucksensor zum Entsperren des Smartphones oder zum Nutzen gespeicherter Login-Daten kann dann beeinträchtigt sein.

Samsung hat bei seinem neuesten Modell, dem Galaxy S26 Ultra, gleich einen Blickschutz integriert. Der sogenannte Flex-Magic-Pixel funktioniert anders als ein Blickschutz-Filter. Denn es handelt sich um eine hardwarebasierte Lösung mit zwei unterschiedlichen Pixeltypen.

Neben den herkömmlichen Pixeln sind im Display auch Bildpunkte mit eingeschränktem Abstrahlwinkel eingebaut. Im normalen Modus sind alle Pixel aktiv und das Smartphone lässt sich wie gewohnt nutzen.

Im Privacy-Modus sind hingegen ausschließlich die eingeschränkten Pixel eingeschaltet. Anders als bei Blickschutzfolien, die jederzeit die Privatsphäre schützen, kann die Samsung-Funktion situativ genutzt werden, beispielsweise bei bestimmten Apps und zu festgelegten Zeiten.


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