VW-Legende auf Rädern

Mega-Chance verpennt: Warum der Bulli gar nicht Bulli hieß


Aktualisiert am 26.02.2026 – 11:25 UhrLesedauer: 2 Min.

Sieben Jahrzehnte Bulli: 1950 kam das Arbeitsauto von VW auf den Markt.

Erst mit 55 durfte er zum Bulli werden – obwohl er inoffiziell schon ewig so heißt: der Transporter von VW. Wie aus einem Werksbesuch ein Welterfolg wurde. Und wie VW eine Riesen-Chance verschlief.

Er ist der größte aller Wolfsburger Klassiker: Im Jahr 1950 rollte der erste VW-Transporter (genauer Name: Typ 2 T1) vom Band. Heute ist der Raumriese weit mehr als ein Transporter. Der Bulli ist ein Symbol. Für Freiheit, für Abenteuer, für eine ganze Generation. Mehr als 13 Millionen Stück wurden bislang verkauft. Und die Erfolgsgeschichte geht weiter. Allerdings: Die Zukunft der rollenden Legende ist elektrisch.

Die Geschichte des Bullis beginnt 1947: Der niederländische Autohändler Ben Pon besucht das VW-Werk in Wolfsburg. Dort fällt ihm ein improvisiertes Transportfahrzeug auf, ein Pritschenwagen für den internen Werksverkehr. Pon erkennt das Potenzial dieses Wagens und skizziert das Fahrzeug, das bald als Bulli bekannt werden sollte.

Nur drei Jahre später kommt der Transporter auf den Markt. Ein praktischer Helfer, eher schlicht geformt, dafür aber sehr geräumig – und schnell wird klar: Dieses Fahrzeug hat Zukunft.

In seinen Anfangsjahren war der Bulli vor allem ein robuster Transporter für Handwerker und Aufbauhelfer in der jungen Bundesrepublik. Doch er konnte mehr. Vor allem die Variante „Samba“ mit ihren 23 Fenstern und dem Faltschiebedach entwickelte sich zum Klassiker.

In den 1960er-Jahren eroberte der Bulli die USA: Als Hippie-Bus transportierte er den Geist von „Flower Power“ und wurde zum Inbegriff der Jugendkultur. Diese Verbindung machte ihn zum rollenden Symbol einer ganzen Generation.

Die Nachfrage stieg so stark, dass die Produktionskapazität in Wolfsburg schon bald nicht mehr ausreichte. VW beschloss, ein neues Werk zu bauen. Hannover erhielt den Zuschlag. 1956 lief dort die Serienproduktion an. Seitdem wird der Bulli in großen Stückzahlen gefertigt.

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