Wie die Venusfliegenfalle ihre Klappe wieder aufbekommt

Eine Venusfliegenfalle kann innerhalb von 100 Millisekunden zuschnappen. Mehrere Stunden dauert es dagegen, bis sich die fleischfressende Pflanze nach dem Verdauen ihrer Beute wieder geöffnet hat. Diesen Vorgang haben Biologen der Universitäten Darmstadt, Freiburg und Stuttgart untersucht.

Sie setzten dabei unter anderem auf zeitraffergestützte 3-D-Verformungsmesstechnik, Untersuchungen des Pflanzengewebes und mathematische Modelle.

Wie sich zeigte, hängt der Ablauf der Öffnungsbewegung davon ab, ob es sich um eine große oder kleine, breite oder schmale Falle handelt.

Kleine Exemplare klappen kontinuierlich und gleichmäßig auseinander, bei größeren kehrt sich die Krümmung beider Hälften vergleichsweise schnell von konvex nach konkav um. Besonders große und schlanke Fallen können beim Aufgehen zerbrechen.

Die Erkenntnisse der Forscher sind auch für Maschinenbau und Robotik interessant, da der Öffnungsmechanismus als Vorbild für bionische Technik dienen kann.

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