Bilanz für 2025

Auf dieses Modell setzt BMW seine größten Hoffnungen


Aktualisiert am 12.03.2026 – 12:12 UhrLesedauer: 4 Min.

Revolutionär? Mit dem iX3 und der „Neuen Klasse“ schlägt BMW ein neues Kapitel auf. (Quelle: BMW/Fabian Kirchbauer)

Während Porsche, Volkswagen und Mercedes deutliche Gewinneinbrüche melden, hält sich BMW bislang vergleichsweise stabil. Doch auch für die Münchner bleiben wichtige Risiken.

Die Krise der deutschen Autoindustrie zeigt sich aktuell besonders deutlich in den Bilanzen der Hersteller. Mehrere Konzerne melden massive Gewinneinbrüche. Besonders drastisch fällt der Rückgang beim Sportwagenbauer Porsche aus. Dort brach der Gewinn 2025 um 91,4 Prozent auf 310 Millionen Euro ein. Auch Mercedes-Benz musste deutliche Einbußen hinnehmen: Das Konzernergebnis sank im vergangenen Jahr um rund 49 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Beim Volkswagen-Konzern ging der Gewinn um rund 44 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro zurück.

Auch bei BMW zeigen die Zahlen nach unten – allerdings deutlich moderater. Der Nettogewinn sank 2025 um drei Prozent auf knapp 7,5 Milliarden Euro. Damit liegt der Konzern weiterhin vor den beiden großen deutschen Wettbewerbern. Der Umsatz ging allerdings um 6,3 Prozent auf rund 133 Milliarden Euro zurück. Schwierigkeiten gab es vor allem in China. Der Absatz dort brach um 12,5 Prozent ein. Dennoch verkaufte BMW 0,5 Prozent mehr Autos mehr als im Vorjahr, kam 2026 auf rund 2,46 Millionen Autos.

Der Vergleich zeigt: Auch BMW spürt den Druck aus schwächeren Märkten, steigenden Kosten und dem teuren Umbau der Branche. Doch einige strategische Entscheidungen der vergangenen Jahre helfen den Münchnern bislang, besser durch die aktuelle Phase zu kommen.

Ein wichtiger Unterschied liegt in der Produktionsstrategie. BMW hat seine Werke so aufgebaut, dass dort verschiedene Antriebsarten parallel gefertigt werden können – Verbrenner, Plug-in-Hybride und Elektroautos entstehen auf denselben Linien.

Das verschafft dem Unternehmen mehr Spielraum in einer Phase, in der sich der Hochlauf der Elektromobilität langsamer entwickelt als lange erwartet. BMW kann so die Produktion flexibler anpassen, wenn sich die Nachfrage zwischen verschiedenen Antriebsarten verschiebt.

Während Porsche zwischenzeitlich fast vollständig auf die Elektrifizierung setzte, gibt es bei BMW weiterhin ein breites Antriebsportfolio. Neben klassischen Verbrennungsmotoren und Hybriden baut der Konzern seine Elektroflotte schrittweise aus. 2025 lieferte BMW weltweit mehr als 442.000 batterieelektrische Fahrzeuge aus – rund 3,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Insgesamt war damit knapp jedes sechste verkaufte Fahrzeug vollelektrisch. Auch an Wasserstoff wird geforscht, teils in Zusammenarbeit mit Toyota.

Hinzu kommt eine starke Basis in einem der wichtigsten Absatzmärkte: BMW betreibt im US-Bundesstaat South Carolina ein großes Werk, das zu den zentralen Produktionsstandorten des Konzerns gehört.

2025 liefen dort rund 413.000 Fahrzeuge vom Band, vor allem SUV-Modelle wie X3, X5 oder X7. Mehr als die Hälfte davon blieb direkt auf dem amerikanischen Markt. Das reduziert die Abhängigkeit von Importen in die USA und kann mögliche Belastungen durch Zölle zumindest teilweise abfedern. Dennoch wirkten sich die Einfuhrzölle von US-Präsident Donald Trump belastend auf die Bilanz aus: Sie kosteten rund 1,5 Prozentpunkte an Marge. Für 2026 geht BMW davon aus, dass erhöhte Zölle die Marge erneut um 1,25 Prozentpunkte reduzieren werden.

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